Was bedeu­tet „Sper­mi­en­qua­li­tät“?

Die Sper­mi­en­qua­li­tät beschreibt die Fähig­keit der Samen­zel­len, eine Eizel­le erfolg­reich zu befruch­ten. Ent­schei­dend sind dabei vier Haupt­pa­ra­me­ter:

  • Kon­zen­tra­ti­on (Anzahl)

    Sie gibt an, wie vie­le Sper­mi­en pro Mil­li­li­ter im Eja­ku­lat ent­hal­ten sind. Eine gerin­ge Anzahl wird als Oli­gosper­mie bezeich­net, das voll­stän­di­ge Feh­len von Sper­mi­en als Azoo­sper­mie. Eine aus­rei­chen­de Anzahl erhöht die Wahr­schein­lich­keit, dass Sper­mi­en die Eizel­le errei­chen.

  • Beweg­lich­keit (Moti­li­tät)

    Sper­mi­en müs­sen sich aktiv und ziel­ge­rich­tet fort­be­we­gen kön­nen, um den Weg zur Eizel­le zurück­zu­le­gen. Ist die Beweg­lich­keit ein­ge­schränkt, spricht man von Asthe­nosper­mie.

  • Mor­pho­lo­gie (Form)

    Auch die Form der Sper­mi­en spielt eine Rol­le. Nur kor­rekt auf­ge­bau­te Sper­mi­en sind in der Lage, die Eizel­le zu befruch­ten. Abwei­chun­gen wer­den als Tera­to­zoo­sper­mie bezeich­net.

  • DNA-Inte­gri­tät

    Neben den sicht­ba­ren Eigen­schaf­ten ist auch die Qua­li­tät des Erb­guts ent­schei­dend. DNA-Frag­men­tie­run­gen kön­nen die Befruch­tungs­fä­hig­keit beein­träch­ti­gen und sich auf die Ent­wick­lung einer Schwan­ger­schaft aus­wir­ken.

Tre­ten meh­re­re Auf­fäl­lig­kei­ten kom­bi­niert auf, wird dies als Oli­go­asthe­notera­to­zoo­sper­mie (OAT-Syn­drom) bezeich­net – eine der häu­figs­ten Ursa­chen männ­li­cher Fer­ti­li­täts­stö­run­gen. Das Sper­mio­gramm bil­det die Basis­un­ter­su­chung zur Beur­tei­lung der männ­li­chen Frucht­bar­keit und ana­ly­siert stan­dar­di­siert Kon­zen­tra­ti­on, Beweg­lich­keit und Mor­pho­lo­gie. Ergän­zend kann in bestimm­ten Situa­tio­nen eine DNA-Frag­men­ta­ti­ons­ana­ly­se durch­ge­führt wer­den, um die gene­ti­sche Inte­gri­tät der Sper­mi­en zu bewer­ten.


 

Qua­li­tät vs. Quan­ti­tät – was ist bei Sper­mi­en ent­schei­dend?

Im kli­ni­schen Kon­text wird zwi­schen der rei­nen Anzahl der Sper­mi­en im Eja­ku­lat (Quan­ti­tät) und ihrer funk­tio­nel­len Befruch­tungs­fä­hig­keit (Qua­li­tät) unter­schie­den. Bei­de Aspek­te sind rele­vant, müs­sen jedoch stets gemein­sam beur­teilt wer­den. Eine nor­ma­le Sper­mi­en­an­zahl allein garan­tiert kei­ne unein­ge­schränk­te Frucht­bar­keit. Umge­kehrt kann auch bei redu­zier­ter Kon­zen­tra­ti­on eine Schwan­ger­schaft mög­lich sein, sofern die funk­tio­nel­len Eigen­schaf­ten der Samen­zel­len aus­rei­chend sind. Maß­geb­lich ist daher die Gesamt­ein­ord­nung aller Para­me­ter im Sper­mio­gramm.

Moder­ne Lebens­stil­fak­to­ren wie chro­ni­scher Stress, unaus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung, Niko­tin, Alko­hol oder hor­mo­nel­le Stö­run­gen kön­nen sowohl die Quan­ti­tät als auch die Qua­li­tät der Sper­mi­en nega­tiv beein­flus­sen. Vie­le die­ser Ein­fluss­grö­ßen sind zumin­dest teil­wei­se ver­än­der­bar und bie­ten Ansatz­punk­te für eine geziel­te Opti­mie­rung.

Frucht­bar­keit gezielt ver­bes­sern – was wirk­lich hilft

Die männ­li­che Frucht­bar­keit hängt eng mit der Sper­mi­en­pro­duk­ti­on zusam­men. Von der Ent­ste­hung bis zur voll­stän­dig aus­ge­reif­ten Samen­zel­le ver­ge­hen etwa 72 bis 90 Tage. Ver­än­de­run­gen im Lebens­stil wir­ken sich daher nicht sofort, son­dern zeit­ver­zö­gert aus.

Vie­le Ein­fluss­fak­to­ren las­sen sich jedoch gezielt ver­bes­sern – ent­schei­dend sind Geduld und Kon­se­quenz über meh­re­re Mona­te.

1. Ernäh­rung

Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung ist eine der wich­tigs­ten Maß­nah­men, um die Sper­mi­en­qua­li­tät natür­lich zu ver­bes­sern. Bestimm­te Nähr­stof­fe unter­stüt­zen die Tes­to­ste­ron­pro­duk­ti­on, redu­zie­ren oxi­da­tiv­en Stress und för­dern die Beweg­lich­keit.

Wich­ti­ge Nähr­stof­fe für eine bes­se­re Sper­mi­en­qua­li­tät:

  • Zink – essen­zi­ell für Tes­to­ste­ron und Sper­mi­en­bil­dung
  • Vit­amin C & Vit­amin E – schüt­zen vor oxi­da­tiv­em Stress
  • Ome­ga-3-Fett­säu­ren – för­dern die Beweg­lich­keit
  • Selen – unter­stützt die DNA-Inte­gri­tät
  • Fol­säu­re – wich­tig für Zell­tei­lung und Sper­mi­en­pro­duk­ti­on

Idea­ler­wei­se wer­den die­se Nähr­stof­fe über eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung auf­ge­nom­men. In bestimm­ten Fäl­len kann eine geziel­te Sup­ple­men­tie­rung sinn­voll sein, soll­te jedoch indi­vi­du­ell abge­stimmt erfol­gen.

Neben einer nähr­stoff­rei­chen Ernäh­rung ist es rat­sam, den Kon­sum von Zucker, Trans­fet­ten (z.B. Fast Food, Fer­tig­ge­rich­te) und Alko­hol zu redu­zie­ren, da die­se die Frucht­bar­keit nega­tiv beein­flus­sen kön­nen.



2. Gewicht und Stoff­wech­sel

Das Kör­per­ge­wicht hat einen direk­ten Ein­fluss auf die hor­mo­nel­le Regu­la­ti­on der Sper­mi­en­pro­duk­ti­on. Ins­be­son­de­re vis­ze­ra­les Bauch­fett wirkt hor­mo­nell aktiv und kann den Tes­to­ste­ron­spie­gel sen­ken, da ver­mehrt Tes­to­ste­ron in Östro­gen umge­wan­delt wird. Ein chro­nisch erhöh­ter Östro­gen­spie­gel kann die Sper­mi­en­pro­duk­ti­on beein­träch­ti­gen und zu einer ver­min­der­ten Sper­mi­en­kon­zen­tra­ti­on füh­ren. Zudem geht Über­ge­wicht häu­fig mit Insu­lin­re­sis­tenz, nied­rig­gra­di­gen Ent­zün­dungs­pro­zes­sen und oxi­da­tiv­em Stress ein­her – Fak­to­ren, die die Qua­li­tät und Beweg­lich­keit der Sper­mi­en nega­tiv beein­flus­sen kön­nen. Bereits eine mode­ra­te Gewichts­re­duk­ti­on kann zu einer Ver­bes­se­rung meta­bo­li­scher Para­me­ter und einer Sta­bi­li­sie­rung der Hor­mon­ba­lan­ce bei­tra­gen. Ent­schei­dend ist dabei kei­ne kurz­fris­ti­ge Diät, son­dern eine nach­hal­ti­ge Ver­än­de­rung von Ernäh­rung und Bewe­gungs­ver­hal­ten.

3. Stress und Schlaf

Chro­ni­scher psy­chi­scher Stress mit einem erhöh­ten Cor­ti­sol­spie­gel steht im Zusam­men­hang mit einer ver­min­der­ten Tes­to­ste­ron­pro­duk­ti­on und kann sich lang­fris­tig auf die Sper­mi­en­pro­duk­ti­on aus­wir­ken. Eben­so spielt aus­rei­chen­der Schlaf eine wich­ti­ge Rol­le für die hor­mo­nel­le Sta­bi­li­tät. Wäh­rend der nächt­li­chen Rege­ne­ra­ti­ons­pha­se wer­den zen­tra­le Steue­rungs­me­cha­nis­men des Hor­mon­haus­halts regu­liert. Anhal­ten­der Schlaf­man­gel kann die­se Pro­zes­se stö­ren und sich nega­tiv auf die Samen­qua­li­tät aus­wir­ken.

4. Hit­ze und Umwelt­fak­to­ren

Die Sper­mi­en­bil­dung fin­det bei einer Tem­pe­ra­tur statt, die etwa zwei bis vier Grad unter der nor­ma­len Kör­per­tem­pe­ra­tur liegt. Aus die­sem Grund befin­den sich die Hoden außer­halb des Kör­pers. Eine dau­er­haf­te oder wie­der­hol­te Über­wär­mung kann die Sper­mi­en­pro­duk­ti­on vor­über­ge­hend beein­träch­ti­gen.

Zu den rele­van­ten Fak­to­ren zäh­len:

  • Häu­fi­ge Sau­na­gän­ge oder hei­ße Bäder
  • Län­ge­res Sit­zen mit engem Kon­takt zu Wär­me­quel­len (z. B. Lap­top auf dem Schoß)
  • Stark ein­engen­de Klei­dung
  • Beruf­li­che Hit­ze­ex­po­si­ti­on

In der Regel sind die­se Effek­te rever­si­bel, kön­nen jedoch bei anhal­ten­der Belas­tung zu mess­ba­ren Ver­än­de­run­gen im Sper­mio­gramm füh­ren.

5. Eja­ku­la­ti­ons­fre­quenz und Timing

Auch die Häu­fig­keit der Eja­ku­la­ti­on beein­flusst ein­zel­ne Para­me­ter im Sper­mio­gramm. Sehr kur­ze Inter­val­le kön­nen die Sper­mi­en­kon­zen­tra­ti­on im Eja­ku­lat redu­zie­ren, wäh­rend län­ge­re Abs­ti­nenz­zei­ten mit einer gerin­ge­ren Beweg­lich­keit und einem höhe­ren Anteil älte­rer Sper­mi­en asso­zi­iert sein kön­nen. Im Rah­men eines Kin­der­wun­sches wird häu­fig eine Eja­ku­la­ti­ons­fre­quenz von etwa zwei- bis drei­mal pro Woche emp­foh­len. Für ein Sper­mio­gramm gilt in der Regel eine Abs­ti­nenz­zeit von zwei bis drei Tagen als sinn­voll, um ver­gleich­ba­re Labor­wer­te zu erhal­ten. Ent­schei­dend ist jedoch stets die indi­vi­du­el­le Gesamt­si­tua­ti­on.

Behand­lungs­mög­lich­kei­ten bei ver­min­der­ter Sper­mi­en-
qua­li­tät

Liegt eine ein­ge­schränk­te Sper­mi­en­qua­li­tät vor, ste­hen je nach Ursa­che ver­schie­de­ne Behand­lungs­mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung. Ziel ist es, behan­del­ba­re Fak­to­ren zu iden­ti­fi­zie­ren und die Frucht­bar­keit gezielt zu unter­stüt­zen.

Je nach Befund kön­nen unter­schied­li­che Ansät­ze sinn­voll sein – von medi­ka­men­tö­sen The­ra­pien über repro­duk­ti­ons­me­di­zi­ni­sche Ver­fah­ren bis hin zur Siche­rung der Sper­mi­en­qua­li­tät für eine spä­te­re Ver­wen­dung.

Wel­che Opti­on im Ein­zel­fall geeig­net ist, hängt von den indi­vi­du­el­len Befun­den und den per­sön­li­chen Zie­len ab.

Medi­ka­men­tö­se The­ra­pie

Liegt eine spe­zi­fi­sche Ursa­che für eine ein­ge­schränk­te Sper­mi­en­qua­li­tät vor, kön­nen geziel­te medi­zi­ni­sche Maß­nah­men sinn­voll sein.

  • Anti­bio­ti­sche The­ra­pien, wenn ent­zünd­li­che oder infek­tiö­se Pro­zes­se die Samen­qua­li­tät beein­träch­ti­gen
  • Hor­mo­nel­le Behand­lun­gen, sofern Stö­run­gen der Tes­to­ste­ron­re­gu­la­ti­on oder ande­rer hor­mo­nel­ler Steue­rungs­me­cha­nis­men vor­lie­gen

Die The­ra­pie rich­tet sich dabei stets nach der zugrun­de lie­gen­den Dia­gno­se und erfolgt indi­vi­du­ell abge­stimmt.

Repro­duk­ti­ons­me­di­zi­ni­sche Ver­fah­ren

Wenn die Sper­mi­en­qua­li­tät ein­ge­schränkt ist oder eine Schwan­ger­schaft auf natür­li­chem Weg nicht ein­tritt, kön­nen repro­duk­ti­ons­me­di­zi­ni­sche Ver­fah­ren die Chan­cen auf eine Schwan­ger­schaft erhö­hen.

  • Inse­mi­na­ti­on (IUI) bei leich­ter Ein­schrän­kung
  • In-vitro-Fer­ti­li­sa­ti­on (IVF) bei kom­ple­xe­ren Ursa­chen
  • Intra­zy­to­plas­ma­ti­sche Sper­mi­en­in­jek­ti­on (ICSI) bei stark ein­ge­schränk­ter Befruch­tungs­fä­hig­keit

In bestimm­ten Fäl­len kann es zudem not­wen­dig sein, Sper­mi­en direkt aus dem Hoden­ge­we­be zu gewin­nen (TESE), wenn im Eja­ku­lat kei­ne Sper­mi­en nach­weis­bar sind.

Wel­che Opti­on geeig­net ist, hängt von den indi­vi­du­el­len Befun­den bei­der Part­ner sowie wei­te­ren Fak­to­ren wie Alter, gesund­heit­li­cher Situa­ti­on und Dau­er des Kin­der­wun­sches ab.

Kryo­kon­ser­vie­rung von Sper­mi­en

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Schwangere Frau nach PRP Behandlung an den Eierstöcken

Unse­re Exper­ti­se in der Abklä­rung männ­li­cher Frucht­bar­keit

Ter­min ver­ein­ba­ren
  • Per­sön­li­che Betreu­ung

    Sie wer­den durch­ge­hend von einer erfah­re­nen Fach­ärz­tin für Repro­duk­ti­ons­me­di­zin beglei­tet – von der ers­ten Ein­schät­zung bis zur wei­te­ren Pla­nung.

  •  Ganz­heit­li­che Betrach­tung

    Wir beur­tei­len Ihre Sper­mi­en­qua­li­tät im medi­zi­ni­schen Gesamt­kon­text – unter Ein­be­zie­hung von Lebens­stil, Stoff­wech­sel, hor­mo­nel­len Rah­men­be­din­gun­gen und Labor­be­fun­den.

  • Eige­nes Hor­mon­la­bor

    Wich­ti­ge Hor­mon­pa­ra­me­ter ste­hen zeit­nah zur Ver­fü­gung und kön­nen unmit­tel­bar in die Beur­tei­lung ein­flie­ßen.

  • Moder­ne Zusatz­dia­gnos­tik

    Neben dem Sper­mio­gramm bie­ten wir bei ent­spre­chen­der Fra­ge­stel­lung ergän­zen­de Unter­su­chun­gen wie die DNA-Frag­men­ta­ti­ons­ana­ly­se an.

  • Kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on

    Sie erhal­ten eine ver­ständ­li­che, rea­lis­ti­sche Ein­schät­zung Ihrer Chan­cen und der nächs­ten sinn­vol­len Schrit­te.

Das sagen unse­re Patient:innen

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Kos­ten für das Ein­frie­ren von Sper­mi­en in Mün­chen

Die Kos­ten für das Sper­mi­en ein­frie­ren set­zen sich aus meh­re­ren Bestand­tei­len zusam­men. Dazu gehö­ren die medi­zi­ni­sche Bera­tung, die Gewin­nung und Ana­ly­se der Sper­mi­en, die Kryo­kon­ser­vie­rung sowie die lau­fen­de Lage­rung.

Zur Kos­ten­über­sicht
Kryo­kon­ser­vie­rung & lage­rung von Sper­ma: ca. €XX

In den Kos­ten der Kry­kon­ser­vie­rung abc und xyz ent­hal­ten. Sie kön­nen wäh­len, wie lan­ge Ihre Sper­mi­en gela­gert wer­den sol­len. Die Kos­ten betra­gen 38 Euro pro Monat bei monat­li­cher Lage­rung und 32 Euro pro Monat bei jähr­li­cher Lage­rung. Hin­zu kom­men 150 Euro Bear­bei­tungs­ge­bühr pro neu­er Ein­la­ge­rung.

Ter­min ver­ein­ba­ren
Sper­mio­gramm: ca. €165

Das Zyklus­mo­ni­to­ring dient der eng­ma­schi­gen Über­wa­chung der Sti­mu­la­ti­on mit­tels Ultra­schall­un­ter­su­chun­gen und Blut­ab­nah­men, um das Fol­li­kel­wachs­tum sicher zu steu­ern und den opti­ma­len Zeit­punkt für die Eizell­ent­nah­me fest­zu­le­gen.

Ter­min ver­ein­ba­ren
DNA-Frag­men­ta­ti­on: ca. €400

Bei der DNA-Frag­men­ta­ti­on prü­fen wir, ob Brü­che im DNA-Strang der Sper­mi­en vor­lie­gen. Ein moder­ner Test kann die­se Brü­cke auf­spü­ren. Inklu­diert im Preis ist die Unter­su­chung sowie ein Sper­mio­gramm

Ter­min ver­ein­ba­ren
Hor­mo­nel­le Abklä­rung:ca. €XX

Um die Hor­mo­ne abzu­klä­ren wird eine klei­ne Men­ge Blut abge­nom­men und im Labor ana­ly­siert.

Ter­min ver­ein­ba­ren
TESE

Die TESE führt ein erfah­re­ner Andro­lo­ge bzw. Uro­lo­ge durch. Die Kos­ten vari­ie­ren je nach Pra­xis.

Hin­weis zur Abrech­nung

Die Abrech­nung erfolgt nach der Gebüh­ren­ord­nung für Ärz­te (GOÄ) ohne Fix- oder Pau­schal­prei­se. Die genann­ten Prei­se die­nen aus­schließ­lich der Ori­en­tie­rung und kön­nen bei nicht medi­zi­nisch indi­zier­ten Behand­lun­gen zuzüg­lich 19 % Umsatz­steu­er anfal­len.

Single Mom mit Baby auf dem Arm nach künstlicher Befruchtung beim Kinderwunschzentrum in München

Häu­fig gestell­te Fra­gen zur Sper­mi­en­qua­li­tät

In wel­chem Alter ist die Sper­mi­en­qua­li­tät am bes­ten?

Die Sper­mi­en­qua­li­tät ist in der Regel in jün­ge­ren Jah­ren am bes­ten. Män­ner sind zwar ab der Puber­tät zeu­gungs­fä­hig, den­noch kön­nen sich mit zuneh­men­dem Alter Ver­än­de­run­gen erge­ben – ins­be­son­de­re in Bezug auf Beweg­lich­keit und die Qua­li­tät des Erb­guts (DNA-Inte­gri­tät).

Die­se Ver­än­de­run­gen ver­lau­fen meist schritt­wei­se und sind weni­ger aus­ge­prägt als bei Frau­en, kön­nen jedoch die Frucht­bar­keit beein­flus­sen.

Wie lan­ge dau­ert es, bis sich die Sper­mi­en­qua­li­tät ver­bes­sert?

Meist zei­gen sich ers­te mess­ba­re Ver­bes­se­run­gen nach etwa 2–3 Mona­ten, weil die Neu­bil­dung und Rei­fung von Sper­mi­en rund 70–90 Tage dau­ert. Des­halb lohnt es sich, Maß­nah­men wie Rauch­stopp, weni­ger Alko­hol, weni­ger Hit­ze und gesün­de­re Ernäh­rung min­des­tens 8–12 Wochen durch­zu­hal­ten. Je nach Ursa­che (z. B. Infek­ti­on, Vari­ko­ze­le, Hor­mo­ne) kann es auch län­ger dau­ern.

Wie tes­tet man als Mann, ob man frucht­bar ist?

Die Qua­li­tät des Sper­mas lässt sich mit­hil­fe eines Sper­mio­gramms bestim­men. Die­se mikro­sko­pi­sche Unter­su­chung ana­ly­siert ver­schie­de­ne Para­me­ter wie Kon­zen­tra­ti­on, Beweg­lich­keit (Moti­li­tät) und Mor­pho­lo­gie der Sper­mi­en. Eine hohe Sper­mi­en­qua­li­tät bedeu­tet, dass die Samen­zel­len gut geformt sind, sich aktiv bewe­gen und in aus­rei­chen­der Anzahl vor­han­den sind.

Wel­chen Ein­fluss hat Stress auf die Sper­mi­en­qua­li­tät?

Chro­ni­scher psy­chi­scher Stress kann die hor­mo­nel­le Regu­la­ti­on beein­flus­sen und über erhöh­te Cor­ti­sol­spie­gel die Tes­to­ste­ron­pro­duk­ti­on beein­träch­ti­gen. Da Tes­to­ste­ron eine zen­tra­le Rol­le in der Sper­mi­en­bil­dung spielt, kann anhal­ten­der Stress indi­rekt Aus­wir­kun­gen auf Kon­zen­tra­ti­on, Beweg­lich­keit und Qua­li­tät der Sper­mi­en haben. In der Regel wirkt Stress jedoch nicht iso­liert, son­dern in Kom­bi­na­ti­on mit wei­te­ren Fak­to­ren wie Schlaf­man­gel, unaus­ge­wo­ge­ner Ernäh­rung oder Stoff­wech­sel­ver­än­de­run­gen.

Sind Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel zur Ver­bes­se­rung der Sper­mi­en­qua­li­tät sinn­voll?

Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel kön­nen die Sper­mi­en­qua­li­tät in bestimm­ten Fäl­len unter­stüt­zen – ins­be­son­de­re bei nach­ge­wie­se­nem Man­gel an wich­ti­gen Mikro­nähr­stof­fen wie Zink, Selen oder Ome­ga-3-Fett­säu­ren.

Eine pau­scha­le Ein­nah­me ohne medi­zi­ni­sche Abklä­rung ist jedoch nicht emp­feh­lens­wert, da die Wir­kung indi­vi­du­ell unter­schied­lich ist. Ent­schei­dend sind eine geziel­te Aus­wahl und eine ange­mes­se­ne Dosie­rung auf Basis der per­sön­li­chen Situa­ti­on.

Kann sich ein schlech­tes Sper­mio­gramm wie­der nor­ma­li­sie­ren?

Ja, in vie­len Fäl­len sind Ein­schrän­kun­gen der Sper­mi­en­qua­li­tät rever­si­bel – ins­be­son­de­re wenn sie durch vor­über­ge­hen­de Fak­to­ren wie Infek­te, Stress, Stoff­wech­sel­be­las­tun­gen oder hor­mo­nel­le Dys­ba­lan­cen bedingt sind. Eine Wie­der­ho­lung der Unter­su­chung ist wich­tig, um zwi­schen kurz­fris­ti­gen Schwan­kun­gen und dau­er­haf­ten Ver­än­de­run­gen zu unter­schei­den.

Wie oft soll­te ein Mann bei Kin­der­wunsch eja­ku­lie­ren?

Im Rah­men eines Kin­der­wun­sches wird häu­fig eine Eja­ku­la­ti­ons­fre­quenz von etwa zwei- bis drei­mal pro Woche emp­foh­len.

Eine zu sel­te­ne Eja­ku­la­ti­on kann dazu füh­ren, dass sich ver­mehrt älte­re Sper­mi­en ansam­meln, wäh­rend sehr kur­ze Inter­val­le die Sper­mi­en­kon­zen­tra­ti­on im Eja­ku­lat vor­über­ge­hend ver­rin­gern kön­nen.

Ab wann spricht man von männ­li­cher Unfrucht­bar­keit?

Von männ­li­cher Unfrucht­bar­keit spricht man, wenn trotz regel­mä­ßi­gen, unge­schütz­ten Geschlechts­ver­kehrs über einen Zeit­raum von etwa zwölf Mona­ten kei­ne Schwan­ger­schaft ein­tritt und im Sper­mio­gramm rele­van­te Auf­fäl­lig­kei­ten vor­lie­gen. Die Dia­gno­se basiert dabei nicht auf einem ein­zel­nen Labor­wert, son­dern auf wie­der­hol­ten Unter­su­chun­gen und einer umfas­sen­den medi­zi­ni­schen Ein­ord­nung. Auch bei ein­ge­schränk­ter Sper­mi­en­qua­li­tät ist eine Schwan­ger­schaft in vie­len Fäl­len wei­ter­hin mög­lich – gege­be­nen­falls mit unter­stüt­zen­den Maß­nah­men.

Ver­än­dert sich die Sper­mi­en­qua­li­tät mit dem Alter?

Ja – die Sper­mi­en­qua­li­tät kann sich mit dem Alter ver­än­dern. Häu­fig neh­men Beweg­lich­keit und Form mit den Jah­ren etwas ab, und es kann län­ger dau­ern, bis eine Schwan­ger­schaft ein­tritt. Außer­dem steigt mit zuneh­men­dem Alter ten­den­zi­ell das Risi­ko für DNA-Schä­den in den Sper­mi­en.

Ist es mög­lich, trotz schlech­ter Sper­mi­en­qua­li­tät schwan­ger zu wer­den?

Ja, auch bei einer ein­ge­schränk­ten Sper­mi­en­qua­li­tät ist eine natür­li­che Schwan­ger­schaft mög­lich. Falls der Kin­der­wunsch über einen län­ge­ren Zeit­raum uner­füllt bleibt, kön­nen medi­zi­ni­sche Behand­lun­gen oder unter­stüt­zen­de Maß­nah­men wie eine Inse­mi­na­ti­on oder künst­li­che Befruch­tung (IVF/ICSI) hel­fen, die Chan­cen auf eine Schwan­ger­schaft zu erhö­hen. Ein Sper­mio­gramm und eine ärzt­li­che Bera­tung kön­nen indi­vi­du­ell klä­ren, wel­che Mög­lich­kei­ten bestehen.