Was ist IVF?

In-vitro-Fer­ti­li­sa­ti­on bedeu­tet, dass die Befruch­tung außer­halb des Kör­pers “im Reagenz­glas” statt­fin­det. Eizel­len und Sper­mi­en tref­fen in einer Petri­scha­le auf­ein­an­der, damit der Embryo schließ­lich in die Gebär­mut­ter zurück­ge­ge­ben wer­den kann. Welt­weit haben acht Mil­lio­nen Babys dank die­ser Metho­de das Licht der Welt erblickt.

  • Kon­ven­tio­nel­le IVF

    Eine wohl dosier­te hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on sorgt für die Gewin­nung meh­re­rer Eizel­len und erhöht die Chan­ce auf eine Schwan­ger­schaft.

  • IVF Natu­rel­le / Mini-IVF

    Hier wer­den weni­ger Hor­mo­ne ein­ge­setzt, wodurch die Behand­lung scho­nen­der für die Pati­en­tin ist. Die Eizell­zahl ist gerin­ger und die Erfolgs­chan­cen pro Zyklus nied­ri­ger, dafür sind Neben­wir­kun­gen und Kos­ten redu­ziert.

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  • ICSI

    Die­se Metho­de kommt vor allem bei stark ein­ge­schränk­ter Sper­mi­en­qua­li­tät zum Ein­satz. Dabei wird ein ein­zel­nes, sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­tes Sper­mi­um direkt in die Eizel­le inji­ziert.

Wann eine IVF emp­foh­len wird

  • Wenn ande­re Behand­lungs­op­tio­nen (z. B. Zyklus­mo­ni­to­ring, hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on oder Inse­mi­na­ti­on) erfolg­los waren
  • Bei ein­ge­schränk­ter Sper­mi­en­qua­li­tät oder gerin­gen Sper­mi­en­zah­len
  • Wenn die Eilei­ter ver­schlos­sen oder beschä­digt sind
  • Bei alters­be­ding­ter ein­ge­schränk­ter Frucht­bar­keit (z. B. ab 40 Jah­ren)

Für wen sich eine IVF-Behand­lung eig­net

Logo Ikon Paa­re

Für hete­ro­se­xu­el­le Paa­re mit ein­ge­schränk­ter Eizell- oder Sper­mi­en­qua­li­tät, ver­schlos­se­nen Eilei­tern oder nach erfolg­lo­sen Inse­mi­na­ti­ons­ver­su­chen kann eine IVF oder ICSI die Schwan­ger­schafts­chan­cen deut­lich erhö­hen.

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Logo Ikon Les­bi­sche Paa­re

Im Rah­men einer Behand­lung mit Samen­spen­de kann eine IVF sinn­voll sein, ins­be­son­de­re wenn zusätz­li­che Fak­to­ren wie ein höhe­res Alter oder ein­ge­schränk­te Eizell­re­ser­ve berück­sich­tigt wer­den müs­sen.

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Logo Ikon Sin­gle-frau­en

Frau­en mit Kin­der­wunsch ohne Part­ner kön­nen mit­hil­fe einer IVF/ICSI mit Spen­der­sa­men ihre Chan­cen auf eine Schwan­ger­schaft erhö­hen – indi­vi­du­ell abge­stimmt auf ihre hor­mo­nel­le und bio­lo­gi­sche Aus­gangs­si­tua­ti­on.

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Logo Ikon Frau­en über 40

Bei nach­las­sen­der Eizell­qua­li­tät und redu­zier­ter ova­ri­el­ler Reser­ve kann eine IVF/ICSI hel­fen, die vor­han­de­nen Eizel­len best­mög­lich zu nut­zen und die Befruch­tung gezielt zu unter­stüt­zen.

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Risi­ken einer IVF-Behand­lung

  • Hor­mo­nel­le Über­sti­mu­la­ti­on (OHSS) & Mehr­lings­ri­si­ko
  • Mini­ma­le Risi­ken für Fehl­bil­dun­gen
Schwangere Frau nach erfolgreicher PICSI Behandlung Frau macht sich Notizen zu Social Freezing Vorgang

Fach­ärzt­li­che Ein­schät­zung zur IVF

Gold­stan­dard

Die IVF (In-vitro-Fer­ti­li­sa­ti­on) zählt welt­weit zu den eta­blier­tes­ten und erfolg­reichs­ten Metho­den der Repro­duk­ti­ons­me­di­zin. Unse­re Kin­der­wunsch­ärz­tin­nen betrach­ten die IVF als den Gold-Stan­dard bei vie­len For­men der Unfrucht­bar­keit – mit hohen Erfolgs­ra­ten und lang­jäh­rig bewähr­ten Ergeb­nis­sen.

Ergän­zen­de Behand­lun­gen & Zusatz­op­tio­nen

Erwei­ter­te Sper­mi­en­aus­wahl (PICSI)

In aus­ge­wähl­ten Fäl­len set­zen wir moder­ne Ver­fah­ren zur Sper­mi­en­se­lek­ti­on ein – wie bei­spiels­wei­se PICSI. Die­se Metho­de ermög­li­chen die Aus­wahl der beweg­lichs­ten und gene­tisch intak­ten Sper­mi­en, um die Befruch­tungs­ra­te und Embryo­qua­li­tät zu ver­bes­sern.

Kryo­kon­ser­vie­rung (Eizel­len & Embryo­nen)

Die Kryo­kon­ser­vie­rung ermög­licht das Ein­frie­ren und lang­fris­ti­ge Lagern von Eizel­len oder Embryo­nen – etwa zur Fami­li­en­pla­nung oder nach einer IVF-/ICSI-Behand­lung. Übrig geblie­be­ne befruch­te­te Eizel­len kön­nen im Vor­kern­sta­di­um bei –196 °C ein­ge­fro­ren und spä­ter für einen neu­en Zyklus genutzt wer­den, ohne dass eine erneu­te Punk­ti­on nötig ist. So lässt sich die Behand­lung ver­kür­zen, der Kör­per scho­nen und die Frucht­bar­keit lang­fris­tig erhal­ten.

Psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Unter­stüt­zung

Wäh­rend der Kin­der­wunsch­be­hand­lung bie­ten wir auf Wunsch psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Beglei­tung an. Die­se Unter­stüt­zung kann hel­fen, emo­tio­na­le Belas­tun­gen zu ver­ar­bei­ten und den Behand­lungs­pro­zess men­tal zu stär­ken – für ein ganz­heit­lich unter­stüt­zen­des Umfeld.

Ablauf der IVF-Behand­lung

Im Pri­vat­zen­trum Die Kin­der­wunsch­ärz­tin in Mün­chen beglei­ten wir Sie Schritt für Schritt durch Ihre IVF- oder ICSI-Behand­lung – indi­vi­du­ell, trans­pa­rent und mit größ­ter Sorg­falt.

  1. Zyklus­be­ginn & ers­te Kon­trol­le

    Zu Beginn Ihres Zyklus erfol­gen Ultra­schall und Hor­mon­un­ter­su­chung – meist zwi­schen dem 8. und 11. Zyklus­tag.

    Die­se Unter­su­chung dient dazu, Ihren aktu­el­len Hor­mon­sta­tus zu bestim­men und die Fol­li­kel­ent­wick­lung zu beur­tei­len. Auf die­ser Grund­la­ge pla­nen wir die nächs­ten Behand­lungs­schrit­te indi­vi­du­ell.

    Ter­min ver­ein­ba­ren
  2. Sti­mu­la­ti­on & Moni­to­ring (8–12 Tage)

    Wäh­rend der Sti­mu­la­ti­ons­pha­se wer­den die Eier­stö­cke durch eine indi­vi­du­ell abge­stimm­te hor­mo­nel­le The­ra­pie ange­regt, sodass meh­re­re Eibläs­chen gleich­zei­tig her­an­rei­fen kön­nen.

    Durch die zusätz­li­che Gabe eines GnRH-Ago­nis­ten oder ‑Ant­ago­nis­ten wird ein vor­zei­ti­ger Eisprung ver­hin­dert. Das Fol­li­kel­wachs­tum kon­trol­lie­ren wir regel­mä­ßig mit­tels Ultra­schall und Blut­un­ter­su­chun­gen. So legen wir den opti­ma­len Zeit­punkt für die Eizell­ent­nah­me fest.

  3. Eizell­ent­nah­me (Punk­ti­on)

    Sobald die Fol­li­kel eine aus­rei­chen­de Grö­ße erreicht haben, wird die fina­le Eizell­rei­fung durch eine spe­zi­el­le Hor­mon­ga­be aus­ge­löst. Etwa 36 Stun­den spä­ter erfolgt die Eizell­ent­nah­me.

    Die Eizel­len wer­den unter Ultra­schall­sicht in einem kur­zen ope­ra­ti­ven Ein­griff aus den Fol­li­keln gewon­nen. Der Ein­griff dau­ert nur weni­ge Minu­ten und wird in der Regel in einer kur­zen Nar­ko­se durch­ge­führt. Bei sehr weni­gen Fol­li­keln kann die Punk­ti­on auch ohne Nar­ko­se erfol­gen.

  4. Befruch­tung im Labor (IVF/ICSI)

    Am Tag der Eizell­ent­nah­me gibt der Part­ner sei­ne Samen­pro­be ab. Im embryo­lo­gi­schen Labor wer­den die Eizel­len ent­we­der gemein­sam mit den Sper­mi­en kul­ti­viert (IVF) oder es wird bei der ICSI ein ein­zel­nes Sper­mi­um direkt in die Eizel­le inji­ziert.

    Bereits am nächs­ten Tag über­prü­fen wir, wel­che Eizel­len erfolg­reich befruch­tet wur­den und sich wei­ter­ent­wi­ckeln.

  5. Embryo­trans­fer (Tag 3 oder 5)

    Abhän­gig von der Embryo­nal­ent­wick­lung erfolgt der Trans­fer am drit­ten oder fünf­ten Tag nach der Befruch­tung.

    Der Embryo wird mit einem fei­nen Kathe­ter scho­nend in die Gebär­mut­ter ein­ge­bracht. Der Ein­griff ist schmerz­frei und dau­ert nur weni­ge Minu­ten.

  6. Schwan­ger­schafts­test (~14 Tage spä­ter)

    Etwa zwei Wochen nach dem Embryo­trans­fer kann der Schwan­ger­schafts­test durch­ge­führt wer­den.

    Gemein­sam bespre­chen wir das Ergeb­nis sowie das wei­te­re Vor­ge­hen. Soll­te kei­ne Schwan­ger­schaft ein­ge­tre­ten sein, ana­ly­sie­ren wir die Situa­ti­on sorg­fäl­tig und bera­ten Sie indi­vi­du­ell zu den nächs­ten sinn­vol­len Optio­nen..

  1. Ano­ther title

    Text for tre­at­ment 2’s first item.

    Ter­min ver­ein­ba­ren
  2. Fer­ti­liza­ti­on (IVF/ICSI)

    Lab step; We update you.

  3. Egg retrie­val (short out­pa­ti­ent)

    You rest; We coll­ect oocytes.

  4. Sti­mu­la­ti­on & moni­to­ring (10–12 days)

    We tail­or meds; You attend scans.

Schwangere Frau nach PRP Behandlung an den Eierstöcken

War­um IVF/ICSI bei uns in Mün­chen?

Bera­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren
  • Per­sön­li­che und kon­ti­nu­ier­li­che Betreu­ung

    Bei uns wer­den Sie vom Erst­ge­spräch über die Dia­gnos­tik bis zum Embryo­trans­fer von der­sel­ben Ärz­tin beglei­tet.

  • Indi­vi­du­ell abge­stimm­te Behand­lung

    Wir bie­ten alle gän­gi­gen IVF- und ICSI-Ver­fah­ren an – von der klas­si­schen IVF über Mini-IVF bis hin zur IVF Natu­rel­le.

  • Eige­nes Labor

    Schnel­le Ergeb­nis­se und vol­le Trans­pa­renz: Unser haus­ei­ge­nes Hor­mon­la­bor ermög­licht schnel­le Aus­wer­tun­gen und kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on.

  •  Zen­tra­le Lage & fle­xi­ble Sprech­zei­ten

    Unser Kin­der­wunsch­zen­trum liegt zen­tral in Mün­chen – mit Ter­mi­nen früh mor­gens oder abends, um Ihren All­tag zu ent­las­ten

IVF-Erfolgs­ra­ten: Ihre Chan­cen auf eine Schwan­ger­schaft

Laut aktu­el­lem IVF-Regis­ter liegt die durch­schnitt­li­che Schwan­ger­schafts­ra­te nach einer Behand­lung bei 31,4 %, die Gebur­ten­ra­te bei 22,5 %. Nach vier Behand­lungs­zy­klen steigt die durch­schnitt­li­che Schwan­ger­schafts­ra­te auf etwa 66 %.

Die Erfolgs­ra­ten sind stark vom Alter abhän­gig: So betra­gen die Schwan­ger­schafts­ra­ten bei Frau­en bis 34 Jah­re durch­schnitt­lich 41 %, von 35 – 39 Jah­re ca. 35 % und bei 40 – 42-Jäh­ri­gen ca. 20 %.

Ger­ne klä­ren wir Sie in unse­rem Kin­der­wunsch­zen­trum indi­vi­du­ell über Ihre Chan­cen auf.

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Chan­cen auf eine natür­li­che Schwan­ger­schaft & mit IVF

Bei Ihrem Bera­tungs­ter­min erläu­tern wir Ihnen Ihre per­sön­li­chen Erfolgs­chan­cen im Detail.

Diagramm - Fehlgeburtenrisiko

Berech­nen Sie Ihre Erfolgs­chan­cen

Ergeb­nis­se basie­rend auf Ihrem Alter

Nach 1 IVF/ICSI-Zyklus
0% Schwan­ger­schafts­ra­te
0% Gebur­ten­ra­te
Nach 4 IVF-/ICSI-Zyklen
0% Schwan­ger­schafts­ra­te
0% Gebur­ten­ra­te

Quel­le: Deut­sche IVF-Regis­ter

Das sagen unse­re Patient:innen

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Kos­ten: ICSI deut­lich teu­rer als IVF

Die Kos­ten einer IVF- oder ICSI-Behand­lung set­zen sich aus meh­re­ren Bau­stei­nen zusam­men: ärzt­li­che Leis­tun­gen (Bera­tung, Ultra­schall- und Hor­mon­un­ter­su­chun­gen), hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­ons­me­di­ka­men­te, die Eizell­ent­nah­me, labor­medizinische Leis­tun­gen ein­schließ­lich Befruch­tung und Embryo­kul­tur sowie der Embryo­trans­fer.

Die kon­kre­te Höhe der Kos­ten hängt vom indi­vi­du­el­len Behand­lungs­pro­to­koll, dem Medi­ka­men­ten­be­darf, der Anzahl der erfor­der­li­chen Behand­lungs­zy­klen sowie mög­li­chen Zusatz­leis­tun­gen ab (z. B. Kryo­kon­ser­vie­rung von Embryo­nen).

Zur Kos­ten­über­sicht
IVF Kos­ten: ab €3.200

Die In-vitro-Fer­ti­li­sa­ti­on (IVF) umfasst die Sti­mu­la­ti­on der Eier­stö­cke, die Eizell­ent­nah­me, die Befruch­tung im Labor sowie den Embryo­trans­fer in die Gebär­mut­ter. Die Grund­kos­ten beinhal­ten die medi­zi­ni­schen Leis­tun­gen und Labor­ar­bei­ten.

IVF-Zyklus (Basis)

~€3.200 — €3.600

Ter­min ver­ein­ba­ren
ICSI-Kos­ten: ab €6.200

Die Intra­zy­to­plas­ma­ti­sche Sper­mi­en­in­jek­ti­on (ICSI) ist eine Wei­ter­ent­wick­lung der IVF. Dabei wird ein ein­zel­nes Sper­mi­um unter dem Mikro­skop direkt in die Eizel­le inji­ziert – ins­be­son­de­re bei ein­ge­schränk­ter Sper­mi­en­qua­li­tät oder erfolg­lo­ser IVF.

ICSI

~€6.200 — 6.900

Ter­min ver­ein­ba­ren
Zusätz­li­che Kos­ten — Medi­ka­men­te, Anäs­the­sie, Kryo­kon­ser­vie­rung

Zusätz­lich zu den Behand­lungs­kos­ten kön­nen wei­te­re Aus­ga­ben ent­ste­hen – abhän­gig von der The­ra­pie und Ihren indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen. Dazu zäh­len:

  • Medi­ka­men­te zur hor­mo­nel­len Sti­mu­la­ti­on (ca. €400 – €1.500)
  • Anäs­the­sie wäh­rend der Eizell­ent­nah­me
  • Kryo­kon­ser­vie­rung (Ein­frie­ren) von Eizel­len oder Embryo­nen, z. B. beim Social Free­zing (Lage­rung ca. €380 / Jahr)
Ver­si­che­rungs­schutz — was typi­scher­wei­se über­nom­men wird

Die Kos­ten­über­nah­me hängt maß­geb­lich von Ihrer indi­vi­du­el­len Ver­si­che­rungs­si­tua­ti­on ab.

Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV):
Je nach gewähl­tem Tarif wer­den vie­le oder sogar sämt­li­che Behand­lungs­kos­ten über­nom­men, sofern eine medi­zi­ni­sche Indi­ka­ti­on vor­liegt (z. B. orga­ni­sche Ursa­chen der Unfrucht­bar­keit). In der pri­va­ten Ver­si­che­rung bestehen häu­fig kei­ne fes­ten Alters­gren­zen oder Begren­zun­gen der Behand­lungs­zy­klen – maß­geb­lich sind die jewei­li­gen Ver­trags­be­din­gun­gen.

Gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV):
Da wir eine pri­vat­ärzt­lich geführ­tes Kin­der­wunsch­zen­trum sind, erfolgt in der Regel kei­ne Erstat­tung durch die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung. Eine Behand­lung ist für gesetz­lich Ver­si­cher­te jedoch jeder­zeit auf Selbst­zah­ler­ba­sis mög­lich.

Wir emp­feh­len, vor Behand­lungs­be­ginn eine Kos­ten­über­nah­me mit Ihrer Ver­si­che­rung zu klä­ren. Auf Wunsch unter­stüt­zen wir Sie ger­ne mit den erfor­der­li­chen Unter­la­gen für die Antrag­stel­lung.

Hin­weis zu den Kos­ten

Die Abrech­nung erfolgt trans­pa­rent gemäß der Gebüh­ren­ord­nung für Ärz­te (GOÄ). Da Art und Umfang der Leis­tun­gen indi­vi­du­ell vari­ie­ren, kön­nen kei­ne Pau­schal­prei­se genannt wer­den.

Quel­len:

Dang et al.: Intra­cy­to­plas­ma­tic sperm injec­tion ver­sus con­ven­tio­nal in-vitro fer­ti­li­sa­ti­on in cou­ples with infer­ti­li­ty in whom the male part­ner has nor­mal total sperm count and moti­li­ty: an open-label, ran­do­mi­sed con­trol­led tri­al. THE LANCET, published April 24, 2021. Vol. 397, Issue 10284, p. 1554–1563

Bou­let et al. Trends in use of and repro­duc­ti­ve out­co­mes asso­cia­ted with intra­cy­to­plas­mic sperm injec­tion. JAMA. 2015 Jan 20;313(3):255–63.

Tan­nus et al. The role of intra­cy­to­plas­mic sperm injec­tion in non-male fac­tor infer­ti­li­ty in advan­ced mate­r­nal age Hum Reprod 2017 Jan;32(1):119–124.

Single Mom mit Baby auf dem Arm nach künstlicher Befruchtung beim Kinderwunschzentrum in München

Häu­fi­ge Fra­gen zu IVF / ICSI

Alles rele­van­ten Fra­gen rund um künst­li­che Befruch­tung, Ablauf, Erfolgs­chan­cen und nächs­ten Schrit­te.

Was ist der Unter­schied zwi­schen IVF und ICSI?

Bei­de Ver­fah­ren gehö­ren zur künst­li­chen Befruch­tung. Bei der IVF (In-vitro-Fer­ti­li­sa­ti­on) tref­fen Eizel­len und Sper­mi­en im Labor auf­ein­an­der, um sich auf natür­li­che Wei­se zu befruch­ten. Bei der ICSI (Intra­zy­to­plas­ma­ti­sche Sper­mi­en­in­jek­ti­on) wird dage­gen ein ein­zel­nes Sper­mi­um direkt in die Eizel­le inji­ziert – sinn­voll bei ein­ge­schränk­ter Sper­mi­en­qua­li­tät oder wenn eine vor­he­ri­ge IVF erfolg­los war.

Was ist bes­ser – IVF oder ICSI?

Die ICSI kann bei bestimm­ten Ursa­chen der Unfrucht­bar­keit die Chan­cen auf eine Befruch­tung ver­bes­sern, ist aber nicht grund­sätz­lich erfolg­rei­cher als die IVF. Aktu­el­le Stu­di­en (z. B. Dang et al., Lan­cet 2021, Bou­let et al. JAMA 2015) zei­gen, dass bei nor­ma­ler männ­li­cher Frucht­bar­keit die Erfolgs­ra­ten ver­gleich­bar sind. Die ICSI ist jedoch kos­ten­in­ten­si­ver und soll­te nur ange­wen­det wer­den, wenn eine medi­zi­ni­sche Indi­ka­ti­on besteht.

Haben Frau­en über 40 mit ICSI bes­se­re Erfolgs­chan­cen?

Nicht unbe­dingt. Stu­di­en zei­gen, dass bei Frau­en über 40 Jah­ren und nor­ma­ler Sper­mi­en­qua­li­tät kein Vor­teil der ICSI gegen­über der IVF besteht (Tan­nus et al., Hum Reprod 2017). Das Alter der Frau, die Eizell­re­ser­ve und die Qua­li­tät der gewon­ne­nen Embryo­nen spie­len eine wesent­lich grö­ße­re Rol­le für den Erfolg als die Wahl zwi­schen IVF oder ICSI. Des­halb emp­feh­len wir, die Behand­lung indi­vi­du­ell und ganz­heit­lich zu pla­nen.

Gibt es eine natür­li­che Metho­de zur IVF?

Ja, die soge­nann­te natür­li­che oder mil­de IVF (natu­ral cycle IVF) ist eine sanf­te­re Vari­an­te der künst­li­chen Befruch­tung. Dabei wird der Zyklus weit­ge­hend ohne hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on durch­ge­führt. Die Metho­de eig­net sich beson­ders für Frau­en mit regel­mä­ßi­gem Zyklus, nied­ri­ger Eizell­re­ser­ve oder bei Unver­träg­lich­keit gegen­über Hor­mo­nen. Da meist nur eine Eizel­le pro Zyklus her­an­reift, sind die Erfolgs­chan­cen etwas gerin­ger als bei der kon­ven­tio­nel­len IVF. Dafür ist die Behand­lung kör­per­lich deut­lich bes­ser ver­träg­lich, das Risi­ko eines Über­sti­mu­la­ti­ons­syn­droms ent­fällt, und die Eizell­ent­nah­me kann oft ohne Nar­ko­se erfol­gen. Für vie­le Pati­en­tin­nen ist die natür­li­che IVF eine scho­nen­de und siche­re Alter­na­ti­ve, die meh­re­re Behand­lungs­zy­klen hin­ter­ein­an­der ermög­licht.

Was pas­siert mit befruch­te­ten Eizel­len, die nicht ein­ge­setzt wer­den?

Nicht alle befruch­te­ten Eizel­len wer­den sofort über­tra­gen. Über­schüs­si­ge Eizel­len kön­nen im soge­nann­ten Vor­kern­sta­di­um ein­ge­fro­ren und für spä­te­re Trans­fers ver­wen­det wer­den. Die­ses Ver­fah­ren nennt sich Kryo­kon­ser­vie­rung und erspart eine erneu­te Eizell­ent­nah­me.

Wie lan­ge dau­ert eine IVF- oder ICSI-Behand­lung ins­ge­samt?

Die Dau­er hängt stark von den indi­vi­du­el­len Vor­aus­set­zun­gen ab. Von der ers­ten Dia­gnos­tik bis zur mög­li­chen Schwan­ger­schaft kann die Behand­lung meh­re­re Wochen bis eini­ge Mona­te dau­ern. Die eigent­li­che Hor­mon­sti­mu­la­ti­on umfasst meist 8 bis 12 Tage, in denen die Eizell­rei­fung regel­mä­ßig per Ultra­schall kon­trol­liert wird. Nach der Punk­ti­on und Befruch­tung dau­ert es weni­ge Tage bis zum Embryo­trans­fer – anschlie­ßend folgt die Ein­nis­tungs­pha­se.

Über­nimmt die Kran­ken­kas­se die Kos­ten einer IVF- oder ICSI-Behand­lung?

Die Kos­ten­über­nah­me hängt von der jewei­li­gen Ver­si­che­rung ab. Pri­va­te Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Behand­lung häu­fig voll­stän­dig, wenn eine orga­ni­sche Ursa­che der Unfrucht­bar­keit vor­liegt – auch bei unver­hei­ra­te­ten Paa­ren. Bei den meis­ten pri­va­ten Tari­fen ist die Anzahl der Ver­su­che nicht begrenzt, vor­aus­ge­setzt, die erwar­te­te Erfolgs­wahr­schein­lich­keit liegt über 15 %. Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Kos­ten nur teil­wei­se und unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen. Wir unter­stüt­zen Sie gern bei der Klä­rung der Kos­ten­er­stat­tung mit Ihrer Ver­si­che­rung.

Wel­che Risi­ken gibt es bei einer IVF?

Zu den mög­li­chen IVF-Risi­ken gehört die hor­mo­nel­le Über­sti­mu­la­ti­on (OHSS), die abhän­gig von Alter, Eizell­re­ser­ve und Hor­mon­do­sis ist und bei etwa 1–10 % der Frau­en auf­tritt; schwe­re For­men sind mit ca. 0,2 % sehr sel­ten. Das Risi­ko für Mehr­lings­schwan­ger­schaf­ten hängt von der Anzahl der trans­fe­rier­ten Embryo­nen ab und kann durch den Trans­fer eines ein­zel­nen Embry­os (Sin­gle-Embryo-Trans­fer) auf etwa 1 % redu­ziert wer­den. Nach aktu­el­lem wis­sen­schaft­li­chem Stand ist das Brust­krebs­ri­si­ko nach IVF nicht erhöht. Das Risi­ko für Fehl­bil­dun­gen liegt bei allen Kin­dern bei ca. 2–3 % und bei IVF-/ICSI-Kin­dern je nach Stu­die bei etwa 4–6 %; die­ses gerin­ge Plus scheint eher mit der Unfrucht­bar­keit des Paa­res als mit der Behand­lung selbst zusam­men­zu­hän­gen.

Ger­ne bera­ten wir Sie indi­vi­du­ell zu Ihren per­sön­li­chen Risi­ken und ergän­zen­den unter­stüt­zen­den Ange­bo­ten wie TCM, Ernäh­rungs­be­ra­tung oder psy­cho­lo­gi­scher Beglei­tung in unse­rem Kin­der­wunsch­zen­trum.

Wie kann ich den Erfolg einer Kin­der­wunsch­be­hand­lung unter­stüt­zen?

Ein gesun­der Lebens­stil kann die Erfolgs­chan­cen zusätz­lich ver­bes­sern. Wich­tig ist eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung, die Ein­nah­me von Fol­säu­re, aus­rei­chend Bewe­gung und der Ver­zicht auf Niko­tin und Alko­hol. Auch psy­chi­sche Sta­bi­li­tät und aus­rei­chend Schlaf wir­ken sich posi­tiv auf den Hor­mon­haus­halt und die Ein­nis­tung aus. Wir bera­ten Sie in unse­rem Kin­der­wunsch­zen­trum ger­ne indi­vi­du­ell zu unter­stüt­zen­den Maß­nah­men.