Was ist das PCO-Syn­drom?

PCO steht für Poly­zys­ti­sches Ova­ri­al­syn­drom — wird auch als PMOS (poly­en­do­kri­nes meta­bo­li­sches Ova­ri­al­syn­drom) bezeich­net – und ist die häu­figs­te hor­mo­nel­le Stö­rung bei Frau­en im gebär­fä­hi­gen Alter. Etwa 5–10 % aller Frau­en sind betrof­fen, vie­le ohne es zu wis­sen.

Der Begriff „poly­zys­tisch“ ist dabei irre­füh­rend: Die im Ultra­schall sicht­ba­ren „Zys­ten“ sind kei­ne krank­haf­ten Ver­än­de­run­gen, son­dern unrei­fe Eibläs­chen (Fol­li­kel). Auf­grund der hor­mo­nel­len Stö­rung rei­fen die­se häu­fig nicht voll­stän­dig her­an. Die Fol­ge kön­nen Zyklus­stö­run­gen, ein feh­len­der oder unre­gel­mä­ßi­ger Eisprung und ein uner­füll­ter Kin­der­wunsch sein. Typisch ist zudem eine Erhö­hung männ­li­cher Hor­mo­ne (Andro­ge­ne) im Blut, die häu­fig mit Akne, Haar­aus­fall und ver­mehr­ter Kör­per­be­haa­rung ein­her­geht.

Für wen ist die PCO-Abklä­rung sinn­voll?

Eine Abklä­rung wird ins­be­son­de­re emp­foh­len:

  • nach dem Abset­zen der Pil­le bei aus­blei­ben­dem Zyklus
  • bei uner­füll­tem Kin­der­wunsch
  • bei bekann­ten hor­mo­nel­len Auf­fäl­lig­kei­ten
  • bei auf­fäl­li­gen Blut­wer­ten oder Insu­lin­re­sis­tenz
  • bei Ver­dacht auf eine hor­mo­nel­le Ursa­che von Zyklus­stö­run­gen

Dia­gnos­tik des PCO-Syn­droms in Mün­chen

In unse­rem Münch­ner Pri­vat­zen­trum ‘Die Kin­der­wunsch­ärz­tin’ erfolgt die Dia­gnos­tik des PCO-Syn­droms struk­tu­riert und indi­vi­du­ell auf Ihren Zyklus abge­stimmt.

  1. Erst­ge­spräch & Ana­mne­se

    Im per­sön­li­chen Gespräch erfas­sen wir Ihren Zyklus­ver­lauf, Blu­tungs­mus­ter, beglei­ten­de Sym­pto­me sowie einen bestehen­den oder geplan­ten Kin­der­wunsch. Ziel ist es, Ihre Beschwer­den im Gesamt­kon­text zu ver­ste­hen und die Dia­gnos­tik gezielt zu pla­nen.

    Ter­min ver­ein­ba­ren
  2. Hor­mon­un­ter­su­chung

    Je nach Zyklus­pha­se füh­ren wir eine geziel­te Blut­un­ter­su­chung durch. Dabei ana­ly­sie­ren wir die für die Eizell­rei­fung rele­van­ten Hor­mo­ne, männ­li­che Hor­mo­ne (Andro­ge­ne) sowie aus­ge­wähl­te Stoff­wech­sel­pa­ra­me­ter.

  3. Ultra­schall der Eier­stö­cke

    Mit­hil­fe eines vagi­na­len Ultra­schalls beur­tei­len wir die Eier­stö­cke sowie die Anzahl und Anord­nung der Eibläs­chen. Ein typi­scher Befund beim PCO-Syn­drom sind vie­le klei­ne Eibläs­chen, die häu­fig per­len­schnur­ar­tig ange­ord­net sind.
    Bei Bedarf ergän­zen wir die Unter­su­chung durch einen 3D-Ultra­schall, um die ana­to­mi­schen Struk­tu­ren noch genau­er dar­zu­stel­len.

  4. Stoff­wech­sel-Abklä­rung

    Da das PCO-Syn­drom häu­fig mit Insu­lin­re­sis­tenz ein­her­geht, prü­fen wir Blut­zu­cker­wer­te, mög­li­che Vor­stu­fen von Dia­be­tes sowie den Fett­stoff­wech­sel. Die­se Ergeb­nis­se sind eine wich­ti­ge Grund­la­ge für die wei­te­re The­ra­pie­pla­nung.

  5. Ärzt­li­che Ein­ord­nung & Behand­lungs­plan

    Alle Befun­de wer­den zusam­men­ge­führt und ärzt­lich ein­ge­ord­net. Auf die­ser Basis bespre­chen wir mit Ihnen, wel­che Aus­prä­gung des PCO-Syn­droms vor­liegt und wel­che Behand­lung in Ihrer indi­vi­du­el­len Situa­ti­on sinn­voll ist.

  1. Ano­ther title

    Text for tre­at­ment 2’s first item.

    Ter­min ver­ein­ba­ren
  2. Fer­ti­liza­ti­on (IVF/ICSI)

    Lab step; We update you.

  3. Egg retrie­val (short out­pa­ti­ent)

    You rest; We coll­ect oocytes.

  4. Sti­mu­la­ti­on & moni­to­ring (10–12 days)

    We tail­or meds; You attend scans.

Ärzt­li­che Ein­ord­nung zu PCO-Syn­drom und Kin­der­wunsch

Sie möch­ten mit PCO-Syn­drom schwan­ger wer­den? Ein uner­füll­ter Kin­der­wunsch ist in die­sem Zusam­men­hang häu­fig auf Zyklus­stö­run­gen und eine aus­blei­ben­de oder unre­gel­mä­ßi­ge Eizell­rei­fung zurück­zu­füh­ren.

Ursa­che ist meist ein hor­mo­nel­les Ungleich­ge­wicht. Ver­ein­facht gesagt ist die Abstim­mung der für die Eizell­rei­fung ver­ant­wort­li­chen Hor­mo­ne gestört. Dadurch rei­fen die Eibläs­chen häu­fig nicht voll­stän­dig her­an und der Eisprung bleibt aus.

Zusätz­lich besteht bei vie­len Frau­en mit PCO-Syn­drom eine Insu­lin­re­sis­tenz. Sie kann das hor­mo­nel­le Gleich­ge­wicht wei­ter beein­flus­sen und die Zyklus­stö­rung ver­stär­ken.

Behand­lungs­mög­lich­kei­ten beim PCO-Syn­drom

Behand­lung des Insu­lin­spie­gels (z. B. Met­formin)

Da bei vie­len Frau­en mit PCO-Syn­drom eine Insu­lin­re­sis­tenz besteht, kann eine medi­ka­men­tö­se Behand­lung, z. B. mit Met­formin, den Stoff­wech­sel ver­bes­sern und den Hor­mon­haus­halt sta­bi­li­sie­ren. Dadurch kann sich der Zyklus wie­der nor­ma­li­sie­ren. In eini­gen Fäl­len kommt es dadurch bereits zu regel­mä­ßi­gen Eisprün­gen.

Hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on

Reicht eine Opti­mie­rung des Stoff­wech­sels nicht aus, erfolgt eine hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on, um das Eibläs­chen­wachs­tum anzu­re­gen und einen Eisprung aus­zu­lö­sen. Zum Ein­satz kom­men unter ande­rem Clo­mi­fen und Letro­zol. Letro­zol wird heu­te häu­fig bevor­zugt, da es in vie­len Fäl­len wirk­sam ist und gut ver­tra­gen wird.

Künst­li­che Befruch­tung (IUI, IVF/ICSI)

Bei Bedarf kann eine Inse­mi­na­ti­on durch­ge­führt wer­den, bei der die Sper­mi­en direkt in die Gebär­mut­ter ein­ge­bracht wer­den. Wenn eine Schwan­ger­schaft auf die­sem Weg nicht ein­tritt, kann eine Behand­lung mit­tels IVF oder ICSI in Betracht gezo­gen wer­den. Wel­che Metho­de sinn­voll ist, hängt von der indi­vi­du­el­len Aus­gangs­si­tua­ti­on ab.

Schwangere Frau nach PRP Behandlung an den Eierstöcken

War­um zu uns für eine  PCOS-Unter­su­chung 

Ter­min ver­ein­ba­ren
  • Lang­jäh­ri­ge Erfah­rung

    Unse­re PCO-Syn­drom-Spe­zia­lis­tin, Dott. Mag. Sara Com­ploj­mit, ver­fügt über lang­jäh­ri­ge Erfah­rung im Bereich hor­mo­nel­ler Stö­run­gen und der Behand­lung des PCO-Syn­droms.

  • Inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit

    Unse­re gynä­ko­lo­gi­sche Exper­ti­se ergän­zen wir durch die Zusam­men­ar­beit mit Fach­ärz­ten aus der inter­nis­ti­schen Endo­kri­no­lo­gie, der Der­ma­to­lo­gie sowie durch Ange­bo­te aus der Ernäh­rungs­be­ra­tung und Psy­cho­the­ra­pie. So kön­nen wir Sie umfas­send und indi­vi­du­ell beglei­ten.

  • Umfas­sen­de Beglei­tung

    Wir beglei­ten Sie von der Dia­gnos­tik über die Behand­lung des PCO-Syn­droms bis hin zur wei­te­ren Pla­nung Ihres Kin­der­wun­sches.

  •  Eige­nes Hor­mon­la­bor

    Dank unse­res haus­ei­ge­nen Labors ste­hen wich­ti­ge Hor­mon­wer­te schnell zur Ver­fü­gung, sodass Ent­schei­dun­gen zeit­nah getrof­fen und die Behand­lung gezielt ange­passt wer­den kann.

Single Mom mit Baby auf dem Arm nach künstlicher Befruchtung beim Kinderwunschzentrum in München

Häu­fi­ge Fra­gen zum PCO-Syn­drom

Ist PCOS heil­bar?

Eine voll­stän­di­ge Hei­lung des PCO-Syn­droms ist der­zeit nicht mög­lich. In vie­len Fäl­len las­sen sich die Sym­pto­me jedoch gut behan­deln, sodass sich Zyklus, Haut­bild und Stoff­wech­sel deut­lich ver­bes­sern kön­nen.

Kann ich mit PCOS schwan­ger wer­den?

Vie­le Frau­en wer­den mit PCOS schwan­ger. Ent­schei­dend ist, ob ein regel­mä­ßi­ger Eisprung statt­fin­det und wie stark hor­mo­nel­le und stoff­wech­sel­be­ding­te Ver­än­de­run­gen aus­ge­prägt sind. Mit einer pas­sen­den Behand­lung las­sen sich die Vor­aus­set­zun­gen in vie­len Fäl­len deut­lich ver­bes­sern.

War­um ist Insu­lin­re­sis­tenz bei PCOS so wich­tig?

Insu­lin­re­sis­tenz kann die Bil­dung männ­li­cher Hor­mo­ne erhö­hen und so Zyklus­stö­run­gen ver­stär­ken. Eine geziel­te Behand­lung – etwa durch Anpas­sun­gen des Lebens­stils oder in bestimm­ten Fäl­len mit Met­formin – kann daher eine wich­ti­ge Rol­le spie­len.

Letro­zol oder Clo­mi­fen – wel­che Behand­lung ist sinn­voll?

Letro­zol und Clo­mi­fen sind Medi­ka­men­te zur Aus­lö­sung des Eisprungs. Heu­te wird Letro­zol häu­fig bevor­zugt, da es in vie­len Fäl­len wirk­sa­mer ist und oft bes­ser ver­tra­gen wird. Wel­che Behand­lung im Ein­zel­fall sinn­voll ist, hängt jedoch von Ihrer indi­vi­du­el­len Situa­ti­on ab.

Muss ich abneh­men, um trotz PCOS schwan­ger zu wer­den?

Nicht unbe­dingt. Wenn Über­ge­wicht vor­liegt, kann bereits eine mode­ra­te Gewichts­re­duk­ti­on die Wahr­schein­lich­keit für einen Eisprung und eine Schwan­ger­schaft deut­lich ver­bes­sern.