Was ist die PRP-Behand­lung bei Kin­der­wunsch?

PRP (Plate­let Rich Plas­ma) wird aus Eigen­blut gewon­nen und ist reich an Blut­plätt­chen sowie kör­per­ei­ge­nen Wachs­tums­fak­to­ren. Für die Behand­lung wird eine klei­ne Men­ge Blut ent­nom­men und in einem spe­zi­el­len Ver­fah­ren auf­be­rei­tet.

In der Kin­der­wunsch­me­di­zin wird PRP in aus­ge­wähl­ten Fäl­len als ergän­zen­de Behand­lung ein­ge­setzt. Je nach medi­zi­ni­scher Aus­gangs­si­tua­ti­on kann sie die Funk­ti­on der Eier­stö­cke oder die Emp­fäng­lich­keit der Gebär­mut­ter­schleim­haut unter­stüt­zen und bestehen­de Kin­der­wunsch­the­ra­pien sinn­voll erwei­tern.

  • PRP zur Unter­stüt­zung der Eier­stö­cke (Ova­ri­en)

    Dabei wird das auf­be­rei­te­te PRP direkt in das Eier­stock­ge­we­be ein­ge­bracht. Ziel ist es, die ova­ri­el­le Akti­vi­tät zu sti­mu­lie­ren, die Durch­blu­tung zu ver­bes­sern und rege­ne­ra­ti­ve Pro­zes­se im Eier­stock anzu­re­gen. Die­ser Ansatz rich­tet sich vor allem an Frau­en mit ein­ge­schränk­ter Eizell­re­ser­ve oder nach­las­sen­der ova­ri­el­ler Funk­ti­on.

  • PRP zur Unter­stüt­zung der Gebär­mut­ter (Endo­me­tri­um)

    Hier wird das auf­be­rei­te­te PRP in die Gebär­mut­ter­höh­le ein­ge­bracht. Ziel ist es, den Auf­bau und die Emp­fäng­lich­keit der Gebär­mut­ter­schleim­haut zu unter­stüt­zen und so die Vor­aus­set­zun­gen für eine erfolg­rei­che Ein­nis­tung zu ver­bes­sern – bei­spiels­wei­se bei einer dün­nen Gebär­mut­ter­schleim­haut, nach wie­der­hol­tem Implan­ta­ti­ons­ver­sa­gen oder bei bestimm­ten Erkran­kun­gen des Endo­me­tri­ums.

Wann eine PRP-Behand­lung sinn­voll ist

  • ein­ge­schränk­te Eizell­re­ser­ve (z. B. nied­ri­ger AMH-Wert)
  • vor­zei­tig nach­las­sen­de Eier­stock­funk­ti­on (POI)
  • gerin­ge Fol­li­kel­ent­wick­lung in vor­an­ge­gan­ge­nen Sti­mu­la­ti­ons­be­hand­lun­gen
  • dün­ne oder unzu­rei­chend auf­ge­bau­te Gebär­mut­ter­schleim­haut
  • wie­der­hol­tes Implan­ta­ti­ons­ver­sa­gen nach IVF oder ICSI
  • chro­ni­sche Endo­me­tri­tis oder Asher­man-Syn­drom

Risi­ken und Gren­zen einer PRP-Behand­lung

  • Leich­te Beschwer­den nach der Behand­lung
    Nach dem Ein­griff kann vor­über­ge­hend ein leich­tes Zie­hen oder Druck­ge­fühl im Unter­bauch auf­tre­ten. Die­se Beschwer­den klin­gen in der Regel rasch wie­der ab.
  • Gerin­ges Infek­ti­ons­ri­si­ko
    Wie bei jedem inva­si­ven Ein­griff besteht ein gerin­ges Infek­ti­ons­ri­si­ko. Durch die ste­ri­le Durch­füh­rung ist die­ses jedoch sehr sel­ten.
  • Ergän­zen­de Behand­lung
    PRP ersetzt kei­ne eta­blier­ten Kin­der­wunsch­the­ra­pien wie IVF oder ICSI, son­dern kann die­se in aus­ge­wähl­ten Fäl­len ergän­zen.
  • Begrenz­te wis­sen­schaft­li­che Evi­denz
    Die PRP-Behand­lung erfolgt als Off-Label-Anwen­dung. Obwohl ers­te Stu­di­en viel­ver­spre­chen­de Ergeb­nis­se zei­gen, ist die wis­sen­schaft­li­che Evi­denz der­zeit noch begrenzt. Daher las­sen sich Erfolgs­aus­sich­ten nicht sicher vor­her­sa­gen.
Beratungssituation mit Frau Dr. med. Corinna Mann im Kinderwunschzentrum in München. Blutabnahme zur Hormon- und Kinderwunschdiagnostik in der Privatpraxis in München. Ein Paar betrachtet gemeinsam ein Ultraschallbild – voller Hoffnung und Vorfreude.

Unse­re fach­ärzt­li­che Ein­schät­zung zur PRP-Behand­lung

Erwei­ter­te Opti­on

PRP gehört zu den neue­ren ergän­zen­den Behand­lungs­an­sät­zen in der Repro­duk­ti­ons­me­di­zin. Ers­te Stu­di­en zei­gen viel­ver­spre­chen­de Ergeb­nis­se für aus­ge­wähl­te Pati­en­tin­nen, die wis­sen­schaft­li­che Evi­denz ent­wi­ckelt sich jedoch wei­ter­hin. Des­halb set­zen wir die PRP-Behand­lung gezielt bei geeig­ne­ter Indi­ka­ti­on ein.

Eine PRP-Behand­lung wird dabei nicht iso­liert betrach­tet, son­dern in Ihr per­sön­li­ches Behand­lungs­kon­zept ein­ge­bun­den. Grund­la­ge hier­für sind eine umfas­sen­de Dia­gnos­tik sowie die Beur­tei­lung Ihrer Eier­stock­funk­ti­on, der Gebär­mut­ter­schleim­haut und rele­van­ter Hor­mon­wer­te. Je nach medi­zi­ni­scher Aus­gangs­la­ge kann PRP eigen­stän­dig oder in Kom­bi­na­ti­on mit einer IVF- oder ICSI-Behand­lung ein­ge­setzt wer­den. Wel­che Behand­lungs­schrit­te in Ihrem Fall sinn­voll sind, bespre­chen wir aus­führ­lich im per­sön­li­chen Bera­tungs­ge­spräch und stim­men die The­ra­pie auf Ihre indi­vi­du­el­le Situa­ti­on ab.

PRP als Teil Ihres Behand­lungs­kon­zepts

Zyklus­mo­ni­to­ring

Regel­mä­ßi­ge Ultra­schall­un­ter­su­chun­gen und Hor­mon­kon­trol­len ermög­li­chen eine prä­zi­se Beur­tei­lung des Zyklus­ver­laufs, der Fol­li­kel­ent­wick­lung und des Auf­baus der Gebär­mut­ter­schleim­haut. So kann der opti­ma­le Zeit­punkt für eine PRP-Behand­lung sowie wei­te­re the­ra­peu­ti­sche Schrit­te fest­ge­legt wer­den.

Hor­mo­nel­le Dia­gnos­tik

Hor­mon­wer­te wie AMH, FSH, LH, Öst­ra­di­ol und Pro­ges­te­ron geben wich­ti­ge Hin­wei­se auf die Eier­stock­funk­ti­on und den Zyklus­ver­lauf. Gemein­sam mit den Befun­den aus der gynä­ko­lo­gi­schen Ultra­schall­un­ter­su­chung bil­den sie die Grund­la­ge für die wei­te­re Behand­lungs­pla­nung.

PRP als Ergän­zung zu IVF oder ICSI


PRP kann – je nach medi­zi­ni­scher Aus­gangs­la­ge – vor oder beglei­tend zu einer IVF- oder ICSI-Behand­lung ein­ge­setzt wer­den. In aus­ge­wähl­ten Fäl­len kann die Behand­lung das indi­vi­du­el­le The­ra­pie­kon­zept sinn­voll ergän­zen, bei­spiels­wei­se bei ein­ge­schränk­ter Eizell­re­ser­ve oder wie­der­hol­tem Implan­ta­ti­ons­ver­sa­gen.

Ablauf der PRP-Behand­lung bei Kin­der­wunsch

In unse­rem Kin­der­wunsch­zen­trum beglei­ten wir Sie struk­tu­riert und trans­pa­rent durch alle Schrit­te der PRP-Behand­lung. Der genaue Ablauf rich­tet sich danach, ob PRP zur Unter­stüt­zung der Eier­stö­cke, der Gebär­mut­ter oder im Rah­men einer IVF/ICSI ein­ge­setzt wird.

  1. Erst­ge­spräch & medi­zi­ni­sche Abklä­rung

    Zu Beginn erfolgt ein aus­führ­li­ches ärzt­li­ches Gespräch. Dabei klä­ren wir Ihre bis­he­ri­ge Kin­der­wunsch­ge­schich­te, vor­aus­ge­gan­ge­ne Behand­lun­gen und Ihre per­sön­li­chen Zie­le.

    Ergän­zend füh­ren wir Ultra­schall­un­ter­su­chun­gen sowie – je nach Fra­ge­stel­lung – eine hor­mo­nel­le Dia­gnos­tik (z. B. AMH-Wert) durch. So kön­nen wir beur­tei­len, ob eine PRP-Behand­lung für Ihre per­sön­li­che Situa­ti­on medi­zi­nisch sinn­voll ist.

    Ter­min ver­ein­ba­ren
  2. Indi­vi­du­el­le The­ra­pie­pla­nung

    Auf Grund­la­ge aller Befun­de legen wir den opti­ma­len Zeit­punkt für die Behand­lung fest und ent­schei­den gemein­sam, ob PRP zur Unter­stüt­zung der Eier­stö­cke, der Gebär­mut­ter­schleim­haut oder ergän­zend im Rah­men einer IVF- oder ICSI-Behand­lung ein­ge­setzt wird.

  3. Gewin­nung und Auf­be­rei­tung des PRP

    Am Behand­lungs­tag wird Ihnen eine klei­ne Men­ge Blut abge­nom­men.

    In einem spe­zi­el­len Zen­tri­fu­ga­ti­ons­ver­fah­ren wird das Blut auf­be­rei­tet, sodass plätt­chen­rei­ches Plas­ma (PRP) mit einer hohen Kon­zen­tra­ti­on kör­per­ei­ge­ner Wachs­tums­fak­to­ren ent­steht. Die Auf­be­rei­tung erfolgt unter kon­trol­lier­ten Rein­raum­be­din­gun­gen und höchs­ten hygie­ni­schen Stan­dards.

  4. Anwen­dung des PRP

    Je nach Ziel der Behand­lung erfolgt die PRP-Anwen­dung unter­schied­lich:

    An den Eier­stö­cken wird das PRP unter Ultra­schall­sicht mit einer fei­nen Nadel in das Ovar­ge­we­be inji­ziert, ähn­lich einer Fol­li­kel­punk­ti­on. Die Behand­lung erfolgt in der Regel in einer kur­zen Sedie­rung.

    In der Gebär­mut­ter wird das PRP mit­hil­fe eines dün­nen Kathe­ters sanft in die Gebär­mut­ter­höh­le ein­ge­bracht, ver­gleich­bar mit einer Inse­mi­na­ti­on oder einem Embryo­trans­fer. Eine Nar­ko­se ist hier­für in der Regel nicht erfor­der­lich.

  5. Erho­lungs­pha­se

    Nach einer PRP-Behand­lung der Eier­stö­cke blei­ben Sie anschlie­ßend noch für kur­ze Zeit zur Beob­ach­tung in unse­rem Zen­trum und soll­ten sich am Behand­lungs­tag scho­nen.

    Nach einer PRP-Behand­lung der Gebär­mut­ter­schleim­haut kön­nen Sie Ihren All­tag in der Regel direkt wie­der auf­neh­men.

  6. Nach­sor­ge

    Nach der PRP-Behand­lung bespre­chen wir gemein­sam das wei­te­re Vor­ge­hen. Je nach Behand­lungs­ziel kann dies bei­spiels­wei­se eine wei­te­re PRP-Behand­lung, eine hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on, eine IVF- oder ICSI-Behand­lung oder ein Embryo­trans­fer sein.

    In den Ver­laufs­kon­trol­len beur­tei­len wir den Behand­lungs­er­folg und ent­schei­den gemein­sam, ob wei­te­re Behand­lungs­schrit­te sinn­voll sind.

  1. Ano­ther title

    Text for tre­at­ment 2’s first item.

    Ter­min ver­ein­ba­ren
  2. Fer­ti­liza­ti­on (IVF/ICSI)

    Lab step; We update you.

  3. Egg retrie­val (short out­pa­ti­ent)

    You rest; We coll­ect oocytes.

  4. Sti­mu­la­ti­on & moni­to­ring (10–12 days)

    We tail­or meds; You attend scans.

Schwangere Frau nach PRP Behandlung an den Eierstöcken

War­um zu uns für eine PRP-Behand­lung

Bera­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren
  • Indi­vi­du­el­le The­ra­pie­pla­nung

    PRP wird in unse­rem Kin­der­wunsch­zen­trum nicht iso­liert ein­ge­setzt, son­dern gezielt in Ihr per­sön­li­ches Behand­lungs­kon­zept ein­ge­bun­den. Ob die Behand­lung für Sie sinn­voll ist, beur­tei­len wir auf Grund­la­ge einer umfas­sen­den Dia­gnos­tik.

  • Spe­zia­li­sier­te Repro­duk­ti­ons­me­di­zin

    PRP wird aus­schließ­lich von erfah­re­nen Fach­ärz­tin­nen für Gynä­ko­lo­gi­sche Endo­kri­no­lo­gie und Repro­duk­ti­ons­me­di­zin durch­ge­führt. Die Behand­lung erfolgt nach aktu­el­ler wis­sen­schaft­li­cher Evi­denz und mit hoher medi­zi­ni­scher Prä­zi­si­on.

  • Moder­ne Labor­me­di­zin

    Die Blut­auf­be­rei­tung erfolgt unter kon­trol­lier­ten Rein­raum­be­din­gun­gen und nach hohen Qua­li­täts­stan­dards. Unser haus­ei­ge­nes Hor­mon­la­bor ermög­licht zudem kur­ze Wege und schnel­le dia­gnos­ti­sche Ergeb­nis­se.

  •  Per­sön­li­che Betreu­ung

    Wäh­rend der gesam­ten Behand­lung beglei­tet Sie eine fes­te Ansprech­part­ne­rin. Fra­gen, Unsi­cher­hei­ten oder Erwar­tun­gen kön­nen jeder­zeit offen bespro­chen wer­den.

Aktu­el­ler For­schungs­stand zur PRP-Behand­lung

Die PRP-Behand­lung gehört zu den neue­ren ergän­zen­den The­ra­pie­an­sät­zen in der Repro­duk­ti­ons­me­di­zin und wird seit eini­gen Jah­ren inten­siv wis­sen­schaft­lich unter­sucht. Ers­te Stu­di­en und sys­te­ma­ti­sche Über­sichts­ar­bei­ten zei­gen viel­ver­spre­chen­de Ergeb­nis­se für aus­ge­wähl­te Pati­en­tin­nen. Gleich­zei­tig unter­schei­den sich die bis­he­ri­gen Stu­di­en hin­sicht­lich Pati­en­ten­aus­wahl, Behand­lungs­me­tho­den und Aus­wer­tung, sodass sich die wis­sen­schaft­li­che Evi­denz der­zeit noch wei­ter­ent­wi­ckelt.

Wel­che Effek­te beob­ach­tet wer­den kön­nen, hängt stark vom Ein­satz­ge­biet und der indi­vi­du­el­len Aus­gangs­la­ge ab:

  • Bei PRP an den Eier­stö­cken

    Bei Frau­en mit ein­ge­schränk­ter Eizell­re­ser­ve oder einer ver­min­der­ten Reak­ti­on auf die hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on beschrei­ben Stu­di­en unter ande­rem Hin­wei­se auf:

    - eine ver­bes­ser­te Fol­li­kel­ent­wick­lung,

    - einen mög­li­chen Anstieg oder eine Sta­bi­li­sie­rung der Eier­stock­re­ser­ve-Mar­ker (z. B. AMH),

    - eine höhe­re Anzahl gewinn­ba­rer Eizel­len in nach­fol­gen­den Sti­mu­la­ti­ons­zy­klen.

  • Bei PRP an der Gebär­mut­ter

    Bei Pati­en­tin­nen mit einer dün­nen Gebär­mut­ter­schleim­haut oder wie­der­hol­tem Implan­ta­ti­ons­ver­sa­gen berich­ten Stu­di­en unter ande­rem über:

    - einen ver­bes­ser­ten Auf­bau der Gebär­mut­ter­schleim­haut,

    - Hin­wei­se auf eine ver­bes­ser­te Emp­fäng­lich­keit des Endo­me­tri­ums,

    - höhe­re Implan­ta­ti­ons- und kli­ni­sche Schwan­ger­schafts­ra­ten in aus­ge­wähl­ten Pati­en­ten­grup­pen.

Wel­che Chan­cen bie­tet die PRP-Behand­lung?

Die bis­he­ri­gen wis­sen­schaft­li­chen Ergeb­nis­se sind viel­ver­spre­chend und zei­gen, dass PRP für aus­ge­wähl­te Pati­en­tin­nen eine sinn­vol­le Ergän­zung der Kin­der­wunsch­be­hand­lung sein kann. Ent­schei­dend ist jedoch die rich­ti­ge Indi­ka­ti­on. Des­halb prü­fen wir sorg­fäl­tig, ob die Behand­lung zu Ihrer per­sön­li­chen Situa­ti­on passt, und bera­ten Sie auf Grund­la­ge der aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se.

Quel­len:

  • Sadegh­pour S. et al. Eva­lua­ti­on of intrao­va­ri­an injec­tion of plate­let-rich plas­ma for enhan­ced ova­ri­an func­tion and repro­duc­ti­ve suc­cess in women with POI and POR: A sys­te­ma­tic review and meta-ana­ly­sis. Euro­pean Jour­nal of Medi­cal Rese­arch. 2025.  
  • Yang Y. et al. Plate­let-rich plas­ma the­ra­py for thin endo­me­tri­um: A com­pre­hen­si­ve review. Archi­ves of Gyneco­lo­gy and Obste­trics. 2025.

Das sagen unse­re Patient:innen

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Kos­ten der PRP-Behand­lung bei Kin­der­wunsch

Die Kos­ten einer PRP-Behand­lung hän­gen davon ab, in wel­chem Bereich sie ein­ge­setzt wird (Eier­stö­cke oder Gebär­mut­ter) und ob sie eigen­stän­dig oder im Rah­men einer bestehen­den Kin­der­wunsch­be­hand­lung (z. B. IVF/ICSI) durch­ge­führt wird. Sie umfas­sen in der Regel die ärzt­li­che Bera­tung und Dia­gnos­tik, die Blut­ent­nah­me und Labor­auf­be­rei­tung des PRP sowie die eigent­li­che Behand­lung.

Zur Kos­ten­über­sicht
PRP Gebär­mut­ter­schleim­haut — ca. €210

Die Behand­lung erfolgt ambu­lant und eig­net sich ins­be­son­de­re bei einer dün­nen Gebär­mut­ter­schleim­haut oder wie­der­hol­tem Implan­ta­ti­ons­ver­sa­gen. Je nach medi­zi­ni­scher Aus­gangs­si­tua­ti­on kön­nen meh­re­re Anwen­dun­gen sinn­voll sein.

PRP Eier­stö­cke — ca. €665 — €810

Die Kos­ten vari­ie­ren je nach­dem, ob die Behand­lung eigen­stän­dig oder im Rah­men einer Eizell­ent­nah­me durch­ge­führt wird. Vor Beginn erhal­ten Sie eine trans­pa­ren­te indi­vi­du­el­le Kos­ten­über­sicht nach GOÄ.

Kran­ken­ver­si­che­rung & Kos­ten­über­nah­me

Die PRP-Behand­lung ist eine Selbst­zah­ler­leis­tung. Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Kos­ten der­zeit nicht. Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­run­gen erstat­ten sie je nach Tarif und Ein­zel­fall teil­wei­se oder voll­stän­dig.

Single Mom mit Baby auf dem Arm nach künstlicher Befruchtung beim Kinderwunschzentrum in München

Häu­fi­ge Fra­gen zur PRP-Behand­lung bei Kin­der­wunsch

Was ist eine PRP-Behand­lung?

PRP steht für „Plate­let Rich Plas­ma“ (plätt­chen­rei­ches Plas­ma). Für die Behand­lung wird eine klei­ne Men­ge Eigen­blut ent­nom­men und so auf­be­rei­tet, dass ein beson­ders plätt­chen­rei­ches Plas­ma mit kör­per­ei­ge­nen Wachs­tums­fak­to­ren ent­steht. In der Kin­der­wunsch­me­di­zin wird PRP ein­ge­setzt, um rege­ne­ra­ti­ve Pro­zes­se in den Eier­stö­cken oder der Gebär­mut­ter­schleim­haut zu unter­stüt­zen und so die Vor­aus­set­zun­gen für eine wei­te­re Kin­der­wunsch­be­hand­lung zu ver­bes­sern.

Für wen kommt eine PRP-Behand­lung infra­ge?

Eine PRP-Behand­lung kommt ins­be­son­de­re für Frau­en mit ein­ge­schränk­ter Eizell­re­ser­ve, vor­zei­tig nach­las­sen­der Eier­stock­funk­ti­on (POI), dün­ner Gebär­mut­ter­schleim­haut oder wie­der­hol­tem Implan­ta­ti­ons­ver­sa­gen infra­ge. Ob sie in Ihrem Fall sinn­voll ist, beur­tei­len wir im Rah­men einer aus­führ­li­chen ärzt­li­chen Bera­tung anhand Ihrer medi­zi­ni­schen Aus­gangs­si­tua­ti­on.

Wann kann eine PRP-Behand­lung bei Kin­der­wunsch sinn­voll sein?

Eine PRP-Behand­lung kann ins­be­son­de­re bei ein­ge­schränk­ter Eizell­re­ser­ve, dün­ner Gebär­mut­ter­schleim­haut oder wie­der­hol­tem Implan­ta­ti­ons­ver­sa­gen eine ergän­zen­de The­ra­pie­op­ti­on sein. Sie ersetzt kei­ne eta­blier­ten Kin­der­wunsch­be­hand­lun­gen wie IVF oder ICSI, son­dern kann die­se in aus­ge­wähl­ten Situa­tio­nen ergän­zen. Ob eine PRP-Behand­lung emp­foh­len wird, beur­tei­len wir indi­vi­du­ell auf Grund­la­ge Ihrer medi­zi­ni­schen Aus­gangs­si­tua­ti­on und der aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Evi­denz.

Wie erfolg­reich ist eine PRP-Behand­lung?

Die bis­he­ri­gen Stu­di­en zei­gen viel­ver­spre­chen­de Ergeb­nis­se für aus­ge­wähl­te Pati­en­tin­nen. Je nach Ein­satz­ge­biet wur­den unter ande­rem Ver­bes­se­run­gen der Fol­li­kel­ent­wick­lung, des Auf­baus der Gebär­mut­ter­schleim­haut oder der Implan­ta­ti­ons­ra­ten beschrie­ben. Ver­läss­li­che Erfolgs­quo­ten las­sen sich der­zeit jedoch noch nicht ange­ben, da sich die wis­sen­schaft­li­che Evi­denz wei­ter­ent­wi­ckelt. Ob eine PRP-Behand­lung in Ihrem Fall Erfolg ver­spricht, beur­tei­len wir indi­vi­du­ell auf Grund­la­ge Ihrer medi­zi­ni­schen Aus­gangs­si­tua­ti­on.

Ersetzt PRP eine IVF oder ande­re Kin­der­wunsch­be­hand­lun­gen?

Nein. PRP ist eine ergän­zen­de, expe­ri­men­tel­le The­ra­pie und ersetzt kei­ne eta­blier­ten Ver­fah­ren wie IVF oder ICSI. Sie kann jedoch in aus­ge­wähl­ten Fäl­len unter­stüt­zend ein­ge­setzt wer­den, um die Aus­gangs­be­din­gun­gen zu ver­bes­sern.

Wann zeigt eine PRP-Behand­lung ihre Wir­kung?

Mög­li­che Effek­te der PRP-Behand­lung zei­gen sich nicht sofort. Bei einer Behand­lung der Eier­stö­cke kön­nen Ver­än­de­run­gen frü­hes­tens nach meh­re­ren Wochen beob­ach­tet wer­den. Bei einer Behand­lung der Gebär­mut­ter­schleim­haut erfolgt die Anwen­dung meist gezielt im lau­fen­den Zyklus oder vor einem Embryo­trans­fer. Wann sich ein mög­li­cher Behand­lungs­er­folg beur­tei­len lässt, hängt vom jewei­li­gen Behand­lungs­ziel und der indi­vi­du­el­len Aus­gangs­si­tua­ti­on ab.

Wel­che Neben­wir­kun­gen oder Risi­ken gibt es?

Die PRP-Behand­lung gilt ins­ge­samt als gut ver­träg­lich. Da aus­schließ­lich Eigen­blut ver­wen­det wird, besteht kein rele­van­tes All­er­gie­ri­si­ko durch das PRP selbst. Vor­über­ge­hend kön­nen leich­te Beschwer­den wie ein Zie­hen im Unter­bauch oder leich­te Blu­tun­gen auf­tre­ten. Infek­tio­nen und ande­re Kom­pli­ka­tio­nen sind sel­ten.

Wann soll­te eine PRP-Behand­lung nicht durch­ge­führt wer­den?

Eine PRP-Behand­lung soll­te bei bestimm­ten Erkran­kun­gen nicht durch­ge­führt wer­den. Dazu gehö­ren unter ande­rem eine zu gerin­ge Anzahl an Blut­plätt­chen (Throm­bo­zy­to­pe­nie), bekann­te Blut­ge­rin­nungs­stö­run­gen, akti­ve Krebs­er­kran­kun­gen sowie schwe­re chro­ni­sche Leber­er­kran­kun­gen. Ob die Behand­lung für Sie infra­ge kommt, klä­ren wir im per­sön­li­chen Bera­tungs­ge­spräch.