Was ist VZO genau?

„Ver­kehr zum Opti­mum“ (VZO) bedeu­tet, die frucht­ba­ren Tage im Zyklus mög­lichst genau zu bestim­men und gezielt für eine Schwan­ger­schaft zu nut­zen. Ein genau­es Zyklus­mo­ni­to­ring gehört des­halb zur Basis­dia­gnos­tik bei uner­füll­tem Kin­der­wunsch.

Mit­hil­fe von Ultra­schall und Hor­mon­mes­sun­gen bestim­men wir, wann der Eisprung bevor­steht und die Wahr­schein­lich­keit einer Befruch­tung am höchs­ten ist. Anders als bei rei­nen App- oder Kalen­der­be­rech­nun­gen basiert VZO auf einer indi­vi­du­el­len medi­zi­ni­schen Ana­ly­se des Zyklus.

Ver­kehr zum Opti­mum kann sinn­voll sein:

  • wenn sich der Kin­der­wunsch trotz regel­mä­ßi­gen unge­schütz­ten Geschlechts­ver­kehrs bis­her nicht erfüllt hat. Frau­en zwi­schen 28 und 32 Jah­ren kön­nen in der Regel bis zu einem Jahr abwar­ten, bevor eine medi­zi­ni­sche Abklä­rung emp­foh­len wird. Ab einem Alter von etwa 32 Jah­ren kann eine frü­he­re Dia­gnos­tik bereits nach sechs Mona­ten sinn­voll sein.
  • wenn ein regel­mä­ßi­ger Zyklus vor­liegt oder nur leich­te bis mäßi­ge Zyklus­schwan­kun­gen bestehen.
  • wenn Sie sich zunächst eine scho­nen­de und mög­lichst natür­li­che Vor­ge­hens­wei­se wün­schen und noch kei­ne künst­li­che Befruch­tung in Betracht zie­hen möch­ten. Der zeit­lich abge­stimm­te Geschlechts­ver­kehr ori­en­tiert sich eng am natür­li­chen Befruch­tungs­pro­zess und kann die Chan­cen auf eine Schwan­ger­schaft ver­bes­sern.

Für wen VZO das Rich­ti­ge sein könn­te

Logo Ikon Frau­en mit guten natür­li­chen Vor­aus­set­zun­gen

Die Erfolgs­aus­sich­ten von VZO hän­gen unter ande­rem vom Alter und den indi­vi­du­el­len Frucht­bar­keits­fak­to­ren ab. Beson­ders bei jün­ge­ren Frau­en mit regel­mä­ßi­gen Zyklen kann die Metho­de eine sinn­vol­le ers­te Behand­lungs­op­ti­on sein.

Logo Ikon Paa­re ohne wesent­li­che Frucht­bar­keits­stö­run­gen

Wenn die Eilei­ter durch­gän­gig sind (prüf­bar mit HyCo­Sy) und die Sper­mi­en­qua­li­tät gut ist, kann eine geziel­te Zyklus­über­wa­chung die Chan­cen auf eine natür­li­che Schwan­ger­schaft ver­bes­sern.

Logo Ikon Paa­re zu Beginn der Kin­der­wunsch­be­hand­lung

Wenn der Kin­der­wunsch noch nicht lan­ge besteht, kann VZO eine scho­nen­de ers­te Behand­lungs­op­ti­on sein. In vie­len Fäl­len lässt sich der Zyklus gezielt unter­stüt­zen, bevor wei­ter­füh­ren­de repro­duk­ti­ons­me­di­zi­ni­sche Ver­fah­ren not­wen­dig wer­den.

Schwangere Frau nach erfolgreicher PICSI Behandlung

Unse­re Exper­tin über VZO bei Kin­der­wunsch

Kalen­der­be­rech­nun­gen sind eine Mög­lich­keit, den Eisprung unge­fähr zu bestim­men, aber häu­fig nicht exakt genug. Eine medi­zi­ni­sche Bestä­ti­gung der Ovu­la­ti­on – etwa durch Ultra­schall oder Hor­mon­mes­sun­gen – lie­fert ver­läss­li­che­re Infor­ma­tio­nen. Prä­zi­si­on ist wich­tig, weil die Eizel­le pro Zyklus nur 12 bis 24 Stun­den lang befruch­tet wer­den kann – näm­lich am Tag des Eisprungs oder einen Tag zuvor.

Ergän­zen­de Mög­lich­kei­ten bei Kin­der­wunsch

Hor­mo­nel­le Dia­gnos­tik

Wir unter­su­chen die rele­van­ten Hor­mo­ne, um mög­li­che Ungleich­ge­wich­te oder Zyklus­stö­run­gen zu erken­nen. Die Ergeb­nis­se hel­fen dabei, den Eisprung bes­ser ein­zu­ord­nen und frucht­ba­re Tage geziel­ter zu bestim­men.

Hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on

Bei der hor­mo­nel­len Sti­mu­la­ti­on wer­den gezielt Medi­ka­men­te ein­ge­setzt, um die Eizell­rei­fung zu för­dern und den Eisprung zu unter­stüt­zen. Das kann sinn­voll sein, wenn der Zyklus unre­gel­mä­ßig ver­läuft oder der Eisprung nicht zuver­läs­sig statt­fin­det.

Inse­mi­na­ti­on

Bei einer intrau­te­ri­nen Inse­mi­na­ti­on (IUI) wer­den auf­be­rei­te­te Sper­mi­en gezielt in die Gebär­mut­ter ein­ge­bracht. Das Ver­fah­ren kann sinn­voll sein, wenn die Samen­qua­li­tät leicht ein­ge­schränkt ist oder der Geschlechts­ver­kehr zum opti­ma­len Zeit­punkt allein nicht aus­reicht.

VZO bei Kin­der­wunsch: Ablauf der Behand­lung

Im Pri­vat­zen­trum Die Kin­der­wunsch­ärz­tin in Mün­chen beglei­ten wir Sie Schritt für Schritt durch Ihre Behand­lung – indi­vi­du­ell, trans­pa­rent und mit größ­ter Sorg­falt.

  1. Erst­ge­spräch

    Gemein­sam klä­ren wir, ob VZO für Ihre indi­vi­du­el­le Situa­ti­on sinn­voll sein kann. Dabei neh­men wir uns Zeit für Ihre Fra­gen und erklä­ren Ihnen den wei­te­ren Ablauf der Behand­lung trans­pa­rent und ver­ständ­lich.

    Ter­min ver­ein­ba­ren
  2. Doku­men­ta­ti­on

    Der Zyklus beginnt mit dem ers­ten Tag der Mens­trua­ti­on. Notie­ren Sie sich die­sen Tag, damit wir den wei­te­ren Zyklus­ver­lauf bes­ser ein­ord­nen kön­nen.

  3. Ultra­schall

    Der Ultra­schall wird zwi­schen dem 8. und 12. Zyklus­tag durch­ge­führt, um das her­an­rei­fen­de Fol­li­kel (Eibläs­chen) zu beur­tei­len. Bei wei­te­ren Ultra­schall­kon­trol­len 2 bis 3 Tage spä­ter ver­fol­gen wir das Wachs­tum des Eibläs­chens.

    Der Ultra­schall ermög­licht zudem die früh­zei­ti­ge Erken­nung ande­rer Ver­än­de­run­gen, die die Frucht­bar­keit beein­träch­ti­gen kön­nen, etwa Zys­ten oder ein Poly­zys­ti­sches Ova­ri­al­syn­drom (PCOS).

  4. Blut­ana­ly­se

    Anhand von Blut­un­ter­su­chun­gen mes­sen wir Hor­mon­spie­gel wie LH, Östro­gen und Pro­ges­te­ron, um die Zyklus­pha­se und den Eisprung zu bestim­men.

  5. Timing des Eisprungs

    Geschlechts­ver­kehr wird kurz vor oder am Tag des Eisprungs emp­foh­len, um die Chan­cen auf eine Schwan­ger­schaft zu ver­bes­sern.

  6. Hor­mon­ana­ly­se

    Nach dem Eisprung wird mit­tels Hor­mon­ana­ly­se geprüft, ob aus­rei­chend Pro­ges­te­ron für eine Schwan­ger­schaft vor­han­den ist.

  7. Schwan­ger­schafts­test

    Ob bereits eine Schwan­ger­schaft ein­ge­tre­ten ist, lässt sich etwa zwei Wochen nach dem Eisprung fest­stel­len.

    Alter­na­tiv kön­nen Hor­mon­prä­pa­ra­te ein­ge­setzt wer­den, um die Ent­wick­lung der Fol­li­kel und den Eisprung gezielt zu unter­stüt­zen. Der Ablauf ähnelt dabei dem Natur­zy­klus. Der Unter­schied: Durch täg­li­che Injek­tio­nen von Gona­do­tro­pi­nen (FSH, LH oder HMG) wird das Wachs­tum und die Rei­fung der Fol­li­kel geför­dert.

    Sobald die Fol­li­kel aus­rei­chend gereift sind, löst eine hCG- oder LH-Injek­ti­on den Eisprung aus, damit der Geschlechts­ver­kehr gezielt im frucht­ba­ren Zeit­fens­ter erfol­gen kann. Die Behand­lung beginnt meist am ers­ten Zyklus­tag und dau­ert etwa 8 bis 14 Tage.

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Schwangere Frau nach PRP Behandlung an den Eierstöcken

VZO in der Gynä­ko­lo­gie: Vor­tei­le unse­res pri­va­ten Kin­der­wunsch­zen­trums

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  • Zeit & Ver­trau­en

    Wir neh­men uns Zeit für Ihre Fra­gen und beglei­ten Sie indi­vi­du­ell, ver­ständ­lich und mit gro­ßer Sorg­falt durch die Behand­lung.

  • Moder­ne, evi­denz­ba­sier­te Medi­zin

    Sie pro­fi­tie­ren von einer moder­nen, evi­denz­ba­sier­ten Behand­lung, die auf aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen basiert.

  • Lang­jäh­ri­ge Erfah­rung

    Unse­re umfas­sen­de Exper­ti­se ermög­licht siche­re Beglei­tung auch bei kom­ple­xen Kin­der­wunsch­be­hand­lun­gen.

  • Digi­ta­le Pra­xis

    Dank Video­kon­sul­ta­tio­nen und Online-Rezep­ten gestal­ten wir Ihre Behand­lung fle­xi­bel und unkom­pli­ziert.

Das sagen unse­re Patient:innen

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Wie viel kos­tet die Behand­lung „Ver­kehr zum Opti­mum“?

Beim Ver­kehr zum Opti­mum (VZO) wer­den vor allem die dia­gnos­ti­schen Leis­tun­gen zur Zyklus­über­wa­chung abge­rech­net. Dazu gehö­ren ins­be­son­de­re Ultra­schall­kon­trol­len und hor­mo­nel­le Unter­su­chun­gen zur mög­lichst genau­en Bestim­mung des Eisprungs.

Bit­te beach­ten Sie aber, dass wir eine rei­ne Pri­vat­pra­xis sind und daher nur mit pri­va­ten Ver­si­che­run­gen abrech­nen kön­nen. Gesetz­li­che Ver­si­cher­te sind als Selbst­zah­le­rin­nen und Selbst­zah­ler natür­lich eben­falls will­kom­men.

Zyklus­mo­ni­to­ring mit Ultra­schall und hor­mo­nel­ler Eisprung­be­stim­mung: ca. €150 — €170 (pro Ter­min)

Im Rah­men des Zyklus­mo­ni­to­rings beob­ach­ten wir die Ent­wick­lung des Fol­li­kels mit­tels Ultra­schall und ergän­zen­der Hor­mon­ana­ly­sen. So lässt sich der Zeit­punkt des Eisprungs mög­lichst genau bestim­men, um die frucht­ba­ren Tage gezielt für eine Schwan­ger­schaft zu nut­zen.

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Hin­weis zu den kos­ten

Abrech­nung erfolgt ohne Fix- oder Pau­schal­prei­se nach GOÄ; die genann­ten Prei­se die­nen nur der Ori­en­tie­rung und kön­nen bei nicht medi­zi­nisch indi­zier­ten Behand­lun­gen zusätz­lich um 19 % Umsatz­steu­er erhöht wer­den.

Kos­ten­über­nah­me durch die Kran­ken­ver­si­che­rung

Die Behand­lung ist eine Selbst­zah­ler­leis­tung. Wenn Sie eine Kos­ten­über­nah­me durch Ihre pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung anstre­ben, emp­feh­len wir, dies vor­ab direkt mit Ihrer Ver­si­che­rung zu klä­ren.

Single Mom mit Baby auf dem Arm nach künstlicher Befruchtung beim Kinderwunschzentrum in München

Häu­fi­ge Fra­gen rund um Erfah­run­gen mit VZO und Kin­der­wunsch

Was ist VZO bei Kin­der­wunsch?

VZO bedeu­tet „Ver­kehr zum opti­ma­len Zeit­punkt“. Wenn Paa­re Geschlechts­ver­kehr am Tag des Eisprungs oder einen Tag davor haben, sind die Chan­cen auf eine Schwan­ger­schaft am höchs­ten. Daher ist es sinn­voll, den Eisprung anhand von Hor­mon­ana­ly­sen und Ultra­schall ganz genau zu bestim­men.

Wie läuft ein Zyklus­mo­ni­to­ring ab?

Beim Zyklus­mo­ni­to­ring wer­den Zyklus­ver­lauf und Eizell­rei­fung regel­mä­ßig über­wacht. Zunächst erfolgt ein Ultra­schall zur Beur­tei­lung der her­an­rei­fen­den Fol­li­kel, ergänzt durch Hor­mon­ana­ly­sen. Wei­te­re Ultra­schall­un­ter­su­chun­gen kon­trol­lie­ren das Wachs­tum der Fol­li­kel im Ver­lauf des Zyklus.

Auf Basis die­ser Daten lässt sich der Eisprung mög­lichst prä­zi­se ein­gren­zen, um den Geschlechts­ver­kehr gezielt zu pla­nen.

Wie lässt sich fest­stel­len, ob ein Eisprung statt­ge­fun­den hat?

Ob ein Eisprung statt­ge­fun­den hat, lässt sich mit­hil­fe von Blut­un­ter­su­chun­gen und Ultra­schall­kon­trol­len beur­tei­len. Eine Blut­un­ter­su­chung des Pro­ges­te­ron­spie­gels in der zwei­ten Zyklus­hälf­te zeigt, ob ein Eisprung statt­ge­fun­den hat, da Pro­ges­te­ron nach dem Eisprung ansteigt. Auch Ultra­schall­kon­trol­len kön­nen zei­gen, ob der Eisprung bereits erfolgt ist. Bei­de Unter­su­chun­gen hel­fen dabei, den Zyklus und den Zeit­punkt des Eisprungs bes­ser ein­zu­ord­nen.

Wel­che Sprit­ze löst den Eisprung aus?

Meist wird eine Injek­ti­on mit huma­nem Cho­ri­on­go­na­do­tro­pin (hCG) ein­ge­setzt. Das Hor­mon ähnelt dem kör­per­ei­ge­nen LH, das nor­ma­ler­wei­se den Eisprung aus­löst. Die Injek­ti­on führt meist etwa 36 bis 40 Stun­den nach der Ver­ab­rei­chung zum Eisprung, sodass Geschlechts­ver­kehr oder Inse­mi­na­ti­on zeit­lich mög­lichst genau abge­stimmt wer­den kön­nen.

Wie schnell wird man mit VZO schwan­ger?

Die Erfolgs­chan­cen von VZO hän­gen stark vom Alter und den indi­vi­du­el­len Vor­aus­set­zun­gen ab. Pro Zyklus lie­gen die Schwan­ger­schafts­ra­ten meist bei etwa 10 bis 15 Pro­zent. Da VZO eine ver­gleichs­wei­se scho­nen­de Behand­lungs­me­tho­de ist, ent­schei­den sich man­che Paa­re nach meh­re­ren erfolg­lo­sen Zyklen für wei­ter­füh­ren­de Ver­fah­ren wie eine Inse­mi­na­ti­on.

Ist VZO auch bei einem unre­gel­mä­ßi­gen Zyklus sinn­voll?

Ja, auch bei unre­gel­mä­ßi­gem Zyklus kann VZO sinn­voll sein, denn Zyklus­un­re­gel­mä­ßig­kei­ten erschwe­ren die Bestim­mung des Eisprungs. Durch Zyklus­mo­ni­to­ring, Ultra­schall und Hor­mon­ana­ly­sen kann der Eisprung zuver­läs­sig vor­her­ge­sagt wer­den, sodass der Geschlechts­ver­kehr gezielt auf die frucht­bars­ten Tage abge­stimmt wer­den kann. Bei sehr star­ken Schwan­kun­gen kann eine Zyklus­op­ti­mie­rung sinn­voll sein.

Wie vie­le Zyklen soll­te man VZO ver­su­chen?

Vie­le Paa­re pro­bie­ren Ver­kehr zum Opti­mum über etwa 3 bis 5 Zyklen aus. Bei guten Vor­aus­set­zun­gen kann inner­halb die­ses Zeit­raums bereits eine Schwan­ger­schaft ein­tre­ten. Bleibt eine Schwan­ger­schaft aus, kön­nen wei­te­re dia­gnos­ti­sche Abklä­run­gen oder ergän­zen­de Maß­nah­men wie eine hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on oder Inse­mi­na­ti­on sinn­voll sein.