Was ist eine IVF Natu­rel­le?

Die IVF Natu­rel­le, auch Natu­ral Cycle IVF genannt, erfolgt voll­stän­dig ohne hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on. Der natür­li­che, unsti­mu­lier­te Zyklus der Frau wird bis zum Eisprung eng­ma­schig über­wacht, wäh­rend das Eibläs­chen (Fol­li­kel) im Eier­stock her­an­reift. Kurz vor dem Eisprung wird die Eizel­le durch eine Punk­ti­on ent­nom­men, im Labor befruch­tet und anschlie­ßend als Embryo in die Gebär­mut­ter ein­ge­setzt.

Abgren­zung: IVF Natu­rel­le, Mini-IVF und klas­si­sche IVF

  • IVF Natu­rel­le (Natu­ral Cycle IVF)

    Die IVF Natu­rel­le kommt ohne die Gabe von Gona­do­tro­pi­nen wie FSH oder LH aus und ver­zich­tet voll­stän­dig auf eine kon­trol­lier­te ova­ri­el­le Sti­mu­la­ti­on. Dadurch ist die Behand­lung wenig inva­siv und mit einer sehr gerin­gen kör­per­li­chen Belas­tung ver­bun­den.

    Abge­se­hen von der kur­zen Punk­ti­on bestehen kei­ne zusätz­li­chen medi­ka­men­tö­sen Risi­ken oder Neben­wir­kun­gen, wie sie bei hor­mo­nel­ler Sti­mu­la­ti­on auf­tre­ten kön­nen. Auf­grund der nied­ri­gen Belas­tung kann die­se Form der künst­li­chen Befruch­tung in meh­re­ren auf­ein­an­der­fol­gen­den Zyklen durch­ge­führt wer­den. Zudem sind die Medi­ka­men­ten­kos­ten deut­lich gerin­ger als bei sti­mu­lier­ten Ver­fah­ren.

    Gleich­zei­tig ist zu berück­sich­ti­gen, dass pro Zyklus nur eine ein­zi­ge Eizel­le zur Ver­fü­gung steht. Die Schwan­ger­schafts­ra­te ist daher im Ver­gleich zur Mini-IVF oder klas­si­schen IVF nied­ri­ger. Zudem tritt ein vor­zei­ti­ger Eisprung häu­fi­ger auf, sodass es vor­kom­men kann, dass in einem Zyklus kei­ne Eizel­le gewon­nen wer­den kann. Posi­tiv ist jedoch, dass im natür­li­chen Zyklus häu­fig die bio­lo­gisch stärks­te Eizel­le her­an­reift, da sie durch natür­li­che Selek­ti­on aus­ge­wählt wird.

  • Mini-IVF (mil­de Sti­mu­la­ti­on)

    Die Mini-IVF, auch mil­de IVF genannt, stellt eine Alter­na­ti­ve zur kon­ven­tio­nel­len hor­mo­nel­len Sti­mu­la­ti­on dar. Hier wer­den gerin­ge Dosen an Gona­do­tro­pi­nen ein­ge­setzt, häu­fig kom­bi­niert mit GnRH-Ant­ago­nis­ten, um meh­re­re Fol­li­kel zur Rei­fung zu brin­gen.

    Je nach indi­vi­du­el­ler Eizell­re­ser­ve ent­ste­hen dabei meist drei bis acht Eibläs­chen, die punk­tiert wer­den kön­nen. Im Ver­gleich zur klas­si­schen IVF ist die Medi­ka­men­ten­men­ge deut­lich redu­ziert, wodurch das Risi­ko eines Über­sti­mu­la­ti­ons­syn­droms (OHSS) mini­miert wird. Neben­wir­kun­gen sind in der Regel gering, eben­so die Kos­ten. Die Erfolgs­ra­te pro Zyklus liegt höher als bei der Natu­ral Cycle IVF. Stu­di­en zei­gen zudem, dass zwar ins­ge­samt weni­ger Eizel­len und Embryo­nen ent­ste­hen, die Anzahl hoch­wer­ti­ger Embryo­nen jedoch ver­gleich­bar mit einer klas­si­schen IVF sein kann.

  • Klas­si­sche IVF (Stan­dard-IVF)

    Bei der klas­si­schen IVF wird eine höhe­re Dosie­rung hor­mo­nel­ler Medi­ka­men­te ein­ge­setzt, um mög­lichst vie­le Fol­li­kel gleich­zei­tig zur Rei­fung anzu­re­gen. Ziel ist es, eine grö­ße­re Anzahl an Eizel­len zu gewin­nen, wodurch sich mehr Embryo­nen ent­wi­ckeln kön­nen.

    Die moder­ne Sti­mu­la­ti­on ist heu­te gut steu­er­bar und das Risi­ko einer Über­sti­mu­la­ti­on kann kon­trol­liert wer­den. Den­noch ist die kör­per­li­che Belas­tung höher als bei sanf­ten Ver­fah­ren. Ein wesent­li­cher Vor­teil besteht dar­in, dass bei aus­rei­chen­der Eizell­re­ser­ve meh­re­re Embryo­nen ent­ste­hen, die kryo­kon­ser­viert wer­den kön­nen. Falls im ers­ten Zyklus kei­ne Schwan­ger­schaft ein­tritt oder spä­ter ein wei­te­rer Kin­der­wunsch besteht, kön­nen die­se Embryo­nen in einem spä­te­ren Zyklus auf­ge­taut und ein­ge­setzt wer­den, ohne dass erneut eine hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on erfor­der­lich ist.

Wann ist eine IVF Natu­rel­le sinn­voll?

Eine IVF Natu­rel­le (Natu­ral Cycle IVF) wird ins­be­son­de­re emp­foh­len bei

  • Unver­träg­lich­keit hor­mo­nel­ler Sti­mu­la­tio­nen
  • gerin­ger Eizell­re­ser­ve
  • regel­mä­ßi­gem Zyklus mit zuver­läs­sig erkenn­ba­rem Eisprung
  • erhöh­tem Risi­ko für ein Über­sti­mu­la­ti­ons­syn­drom (OHSS)
  • Wunsch nach einer sanf­ten, wie­der­hol­ba­ren Behand­lung
  • bewuss­ter Abwä­gung von Behand­lungs­auf­wand und Erfolgs­chan­ce

Risi­ken & Ein­schrän­kun­gen

  • Vor­zei­ti­ger Eisprung (Natu­ral Cycle)
  • Kei­ne Eizell­ge­win­nung mög­lich
  • Gerin­ge­re Erfolgs­ra­te pro Zyklus
  • Emo­tio­na­le Belas­tung bei wie­der­hol­ten Ver­su­chen
Schwangere Frau nach erfolgreicher PICSI Behandlung Frau macht sich Notizen zu Social Freezing Vorgang

Vor­aus­set­zun­gen für eine IVF Natu­rel­le

Ob eine IVF Natu­rel­le sinn­voll ist, hängt von den indi­vi­du­el­len medi­zi­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen und den zu erwar­ten­den Erfolgs­chan­cen ab. Vor Beginn prü­fen wir unter ande­rem Zyklus­ver­lauf, Eizell­re­ser­ve und die Sper­mi­en­qua­li­tät, um das pas­sen­de Vor­ge­hen (IVF oder ICSI) fest­zu­le­gen.

  • Ana­mne­se und ärzt­li­che Bera­tung
  • Ultra­schall zur Beur­tei­lung von Eier­stö­cken und Fol­li­kel­ent­wick­lung
  • Hor­mon­un­ter­su­chung (z. B. zur Ein­schät­zung der Eizell­re­ser­ve)
  • Sper­mio­gramm zur Bewer­tung der Sper­mi­en­qua­li­tät (ggf. Ent­schei­dung für ICSI)

Unse­re ärzt­li­che Ein­schät­zung zur IVF Natu­rel­le

Gold­stan­dard

Die IVF Natu­rel­le stellt kei­ne Stan­dard­the­ra­pie der Repro­duk­ti­ons­me­di­zin dar, son­dern eine bewusst gewähl­te, beson­ders scho­nen­de Behand­lungs­form. Sie rich­tet sich an Pati­en­tin­nen, für die eine hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on medi­zi­nisch nicht sinn­voll ist oder bewusst ver­mie­den wer­den soll.

Aus ärzt­li­cher Sicht liegt der ent­schei­den­de Vor­teil in der gerin­gen Ein­griffs­in­ten­si­tät und der Nut­zung des natür­li­chen Zyklus. Gleich­zei­tig ist eine rea­lis­ti­sche Ein­schät­zung der Erfolgs­chan­cen essen­zi­ell: Da pro Zyklus in der Regel nur eine Eizel­le zur Ver­fü­gung steht, ist die Schwan­ger­schafts­ra­te nied­ri­ger als bei sti­mu­lier­ten IVF-Ver­fah­ren.

Der Behand­lungs­er­folg basiert daher weni­ger auf einem ein­zel­nen Zyklus, son­dern auf einer sorg­fäl­ti­gen Pati­en­tin­nen­se­lek­ti­on, einer prä­zi­sen Zyklus­steue­rung und – sofern gewünscht – der Mög­lich­keit, meh­re­re natür­li­che Zyklen nach­ein­an­der durch­zu­füh­ren.

Eine aus­führ­li­che Dia­gnos­tik, trans­pa­ren­te Auf­klä­rung und eine ehr­li­che Bewer­tung der indi­vi­du­el­len Pro­gno­se sind die Grund­la­ge für die Ent­schei­dung, ob eine IVF Natu­rel­le medi­zi­nisch sinn­voll ist.

Ergän­zen­de Behand­lun­gen & Zusatz­op­tio­nen

Hor­mo­nel­le Basis­dia­gnos­tik

Auch wenn kei­ne oder nur mini­ma­le Hor­mo­ne ein­ge­setzt wer­den, lie­fert die hor­mo­nel­le Dia­gnos­tik wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen. Wer­te wie AMH, FSH, LH, Öst­ra­di­ol und Pro­ges­te­ron hel­fen dabei, die Zyklus­dy­na­mik zu ver­ste­hen und rea­lis­tisch ein­zu­schät­zen, ob eine IVF Natu­rel­le sinn­voll ist oder ob ein ande­res Ver­fah­ren bes­se­re Erfolgs­aus­sich­ten bie­tet.

IVF Natu­rel­le mit punk­tu­el­ler Unter­stüt­zung

In ein­zel­nen Fäl­len kann es sinn­voll sein, den natür­li­chen Zyklus gezielt zu unter­stüt­zen – etwa durch das kurz­fris­ti­ge Aus­lö­sen des Eisprungs, um die Punk­ti­on bes­ser plan­bar zu machen, oder durch eine mil­de Pro­ges­te­ron­un­ter­stüt­zung in der zwei­ten Zyklus­hälf­te. Die­se Maß­nah­men grei­fen mög­lichst wenig in den natür­li­chen Ablauf ein.

ICSI bei ein­ge­schränk­ter Sper­mi­en­qua­li­tät

Auch im Rah­men einer IVF Natu­rel­le kann bei Bedarf eine ICSI durch­ge­führt wer­den. Wenn die Sper­mi­en­qua­li­tät ein­ge­schränkt ist, wird das Sper­mi­um direkt in die Eizel­le inji­ziert, um die Befruch­tung zu ermög­li­chen.

Psy­cho­lo­gi­sche Beglei­tung

Da die IVF Natu­rel­le häu­fig meh­re­re Zyklen umfasst und Geduld erfor­dert, kann eine beglei­ten­de psy­cho­lo­gi­sche Unter­stüt­zung hel­fen, emo­tio­na­le Belas­tun­gen zu redu­zie­ren und die Behand­lung sta­bil zu beglei­ten.

Ablauf der IVF Natu­rel­le ohne Sti­mu­la­ti­on

Der Ablauf einer IVF Natu­rel­le ori­en­tiert sich eng am natür­li­chen Mens­trua­ti­ons­zy­klus. Ziel ist es, den spon­ta­nen Eisprung prä­zi­se zu beglei­ten und die natür­lich her­an­ge­reif­te Eizel­le zum opti­ma­len Zeit­punkt zu gewin­nen – mit mög­lichst wenig medi­zi­ni­schem Ein­griff.

  1. Bera­tung & Dia­gnos­tik

    Zu Beginn jeder IVF Natu­rel­le in unse­rem Kin­der­wunsch­zen­trum in Mün­chen steht ein aus­führ­li­ches Bera­tungs­ge­spräch mit Ana­mne­se.

    Ergän­zend erfol­gen ein prä­zi­ser Ultra­schall, eine Hor­mon­un­ter­su­chung sowie die Ana­ly­se der Sper­mi­en­qua­li­tät mit­tels Sper­mio­gramm. So prü­fen wir, ob eine Natu­ral Cycle IVF medi­zi­nisch sinn­voll ist.

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  2. Zyklus­mo­ni­to­ring

    Bei der IVF Natu­rel­le erfolgt kei­ne hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on, son­dern eine eng­ma­schi­ge Über­wa­chung des natür­li­chen Zyklus.

    Zwi­schen dem 9. und 11. Zyklus­tag wer­den mit­tels Ultra­schall und Blut­un­ter­su­chung Fol­li­kel­rei­fung und Eisprung bestimmt. Gege­be­nen­falls kann der Eisprung gezielt aus­ge­löst wer­den, um die Eizell­ent­nah­me opti­mal zu pla­nen.

  3. Punk­ti­on (Eizell­ent­nah­me)

    Die Punk­ti­on erfolgt in der Regel trans­va­gi­nal mit einer sehr fei­nen Nadel und dau­ert nur weni­ge Minu­ten.

    Da bei der Natu­ral Cycle IVF meist nur ein Fol­li­kel punk­tiert wird, ist der Ein­griff beson­ders scho­nend und häu­fig ohne Nar­ko­se mög­lich. Am sel­ben Tag wird die Samen­pro­be benö­tigt, ent­we­der durch Abga­be im Zen­trum oder – bei hete­ro­lo­ger Behand­lung – durch Auf­tau­en der Spen­der­sa­men­pro­be.

  4. Befruch­tung im Labor

    Die Befruch­tung der Eizel­le erfolgt im Labor ent­we­der als klas­si­sche IVF, bei der Sper­mi­um und Eizel­le zusam­men­ge­bracht wer­den, oder als ICSI, wenn die Sper­mi­en­qua­li­tät ein­ge­schränkt ist.

    Ent­schei­dend ist hier­bei das Ergeb­nis des Sper­mio­gramms. Die­ser Schritt unter­schei­det sich nicht zwi­schen IVF Natu­rel­le, Mini-IVF oder klas­si­scher IVF.

  5. Embryo­trans­fer

    Der Embryo ent­wi­ckelt sich im Labor wei­ter und wird nach Mög­lich­keit bis zum fünf­ten Tag kul­ti­viert, bis das Blas­to­zys­ten­sta­di­um erreicht ist.

    Der Embryo­trans­fer erfolgt unter Ultra­schall­kon­trol­le und ist in der Regel schmerz­arm. Der Ein­griff dau­ert nur weni­ge Minu­ten.

  6. Ein­nis­tungs­pha­se & Schwan­ger­schafts­test

    Die Ein­nis­tung des Embry­os erfolgt etwa sechs bis sie­ben Tage nach der Punk­ti­on.

    In vie­len Fäl­len wird die Luteal­pha­se durch Pro­ges­te­ron unter­stützt, auch bei einer IVF Natu­rel­le. Etwa 14 Tage nach der Eizell­ent­nah­me erfolgt der Schwan­ger­schafts­test in unse­rem Kin­der­wunsch­zen­trum.

  1. Ano­ther title

    Text for tre­at­ment 2’s first item.

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  2. Fer­ti­liza­ti­on (IVF/ICSI)

    Lab step; We update you.

  3. Egg retrie­val (short out­pa­ti­ent)

    You rest; We coll­ect oocytes.

  4. Sti­mu­la­ti­on & moni­to­ring (10–12 days)

    We tail­or meds; You attend scans.

Ergeb­nis­se auf einen Blick: Wel­che Chan­cen bie­tet die IVF Natu­rel­le?

Die Erfolgs­chan­cen einer IVF Natu­rel­le hän­gen maß­geb­lich von Alter, Eizell­qua­li­tät, Eizell­re­ser­ve und Sper­mi­en­qua­li­tät ab. Da pro Zyklus nur eine Eizel­le gewon­nen wird, ist die Schwan­ger­schafts­ra­te pro Behand­lung nied­ri­ger als bei sti­mu­lier­ten IVF-Ver­fah­ren.

Beson­ders bei jün­ge­ren Pati­en­tin­nen mit regel­mä­ßi­gem Zyklus kann die IVF Natu­rel­le den­noch eine sinn­vol­le Stra­te­gie dar­stel­len. Bei fort­ge­schrit­te­nem Alter oder deut­lich ein­ge­schränk­ter Eizell­qua­li­tät sind die Erfolgs­aus­sich­ten dage­gen begrenzt und müs­sen indi­vi­du­ell bewer­tet wer­den.

Ent­schei­dend ist daher nicht nur die Metho­de selbst, son­dern die sorg­fäl­ti­ge Aus­wahl der geeig­ne­ten Pati­en­tin­nen und eine rea­lis­ti­sche Ein­schät­zung der indi­vi­du­el­len Pro­gno­se.

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Schwangere Frau nach PRP Behandlung an den Eierstöcken

War­um IVF Natu­rel­le bei uns in Mün­chen?

Bera­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren
  • Lang­jäh­ri­ge Erfah­rung

    Exper­ti­se in IVF Natu­rel­le, Mini-IVF und IVF/ICSI ermög­licht rea­lis­ti­sche The­ra­pie­emp­feh­lun­ge

  • Ehr­li­che Bera­tung

    Wir bera­ten trans­pa­rent und ent­wi­ckeln ein indi­vi­du­ell pas­sen­des Behand­lungs­kon­zept.

  • Scho­nen­de The­ra­pie

    Die IVF Natu­rel­le respek­tiert den natür­li­chen Zyklus bei mini­ma­ler Hor­mon­be­las­tung.

  • Prä­zi­si­on

    Exak­tes Zyklus­mo­ni­to­ring und moder­ne Tech­nik sichern den opti­ma­len Behand­lungs­zeit­punkt.

  • Zen­tra­le Lage & fle­xi­ble Ter­mi­ne

    Zen­tra­le Lage in Mün­chen und fle­xi­ble Ter­mi­ne erleich­tern die Inte­gra­ti­on in den All­tag.

Das sagen unse­re Patient:innen

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Kos­ten der IVF Natu­rel­le bei Kin­der­wunsch

Die IVF Natu­rel­le zählt zu den kos­ten­güns­ti­ge­ren For­men der künst­li­chen Befruch­tung, da sie ohne oder mit nur mini­ma­ler hor­mo­nel­ler Sti­mu­la­ti­on durch­ge­führt wird. Dadurch ent­fal­len vie­le Medi­ka­men­ten­kos­ten, die bei klas­si­schen IVF-Behand­lun­gen einen wesent­li­chen Teil der Gesamt­kos­ten aus­ma­chen.

Zur Kos­ten­über­sicht
Zusam­men­set­zung der Kos­ten

Die Kos­ten einer IVF Natu­rel­le erge­ben sich aus meh­re­ren Bestand­tei­len:

  • ärzt­li­che Bera­tung und Behand­lungs­pla­nung
  • Zyklus­mo­ni­to­ring mit Ultra­schall- und ggf. Hor­mon­un­ter­su­chun­gen
  • Fol­li­kel­punk­ti­on und Eizell­ent­nah­me
  • Labor­leis­tun­gen zur Befruch­tung der Eizel­le (IVF oder ICSI)
  • Embryo­kul­tur und Embryo­trans­fer

Da in der Regel nur eine Eizel­le gewon­nen wird, ent­fal­len Kos­ten für Kryo­kon­ser­vie­rung meh­re­rer Embryo­nen häu­fig oder sind deut­lich gerin­ger als bei einer klas­si­schen IVF.

Kos­ten­rah­men der IVF Natu­rel­le

Die genau­en Kos­ten hän­gen von der indi­vi­du­el­len Situa­ti­on ab, unter ande­rem davon,

  • ob eine rei­ne IVF oder eine ICSI not­wen­dig ist
  • wie häu­fig Zyklus­mo­ni­to­ring erfor­der­lich ist
  • ob ergän­zen­de Leis­tun­gen wie hor­mo­nel­le Unter­stüt­zung oder Zusatz­un­ter­su­chun­gen not­wen­dig sind

Ins­ge­samt lie­gen die Kos­ten einer IVF Natu­rel­le deut­lich unter denen einer kon­ven­tio­nel­len IVF mit hoher Sti­mu­la­ti­on.

Kos­ten­über­nah­me durch Kran­ken­kas­sen
  • Gesetz­li­che Kran­ken­kas­sen über­neh­men die Kos­ten einer IVF Natu­rel­le in der Regel nicht, da es sich meist um eine indi­vi­du­el­le, scho­nen­de Behand­lungs­form außer­halb der Stan­dard­pro­to­kol­le han­delt.
  • Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­run­gen erstat­ten die Kos­ten abhän­gig vom jewei­li­gen Tarif und der medi­zi­ni­schen Indi­ka­ti­on. Eine vor­he­ri­ge Klä­rung wird emp­foh­len.
Trans­pa­renz für Selbst­zah­le­rin­nen und Selbst­zah­ler

Vor Beginn der Behand­lung erhal­ten Sie in unse­rem Kin­der­wunsch­zen­trum eine trans­pa­ren­te Kos­ten­über­sicht gemäß der Gebüh­ren­ord­nung für Ärz­te (GOÄ). So kön­nen Sie Ihre Ent­schei­dung gut infor­miert und rea­lis­tisch tref­fen.

Single Mom mit Baby auf dem Arm nach künstlicher Befruchtung beim Kinderwunschzentrum in München

Häu­fi­ge Fra­gen zur IVF Natu­rel­le in Mün­chen

Wie funk­tio­niert eine IVF Natu­rel­le?

Bei der IVF Natu­rel­le wird der Zyklus eng­ma­schig über­wacht, um den opti­ma­len Zeit­punkt für die Eizell­ent­nah­me zu bestim­men. Kurz vor dem natür­li­chen Eisprung wird die rei­fe Eizel­le punk­tiert. Die Befruch­tung erfolgt anschlie­ßend im Labor – ent­we­der durch klas­si­sche IVF oder, bei ein­ge­schränk­ter Samen­qua­li­tät, mit­tels ICSI. Der ent­stan­de­ne Embryo wird nach weni­gen Tagen in die Gebär­mut­ter ein­ge­setzt.

Wor­in besteht der Unter­schied zwi­schen IVF und natür­li­cher IVF?

Der Unter­schied liegt in der hor­mo­nel­len Sti­mu­la­ti­on. Bei der klas­si­schen IVF wer­den durch die Gabe von Gona­do­tro­pi­nen meh­re­re Fol­li­kel zur Rei­fung ange­regt, um meh­re­re Eizel­len zu gewin­nen. Bei der IVF Natu­rel­le (Natu­ral Cycle IVF) wird hin­ge­gen auf eine hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on ver­zich­tet und aus­schließ­lich der natür­li­che Zyklus genutzt.

Wie hoch ist die Erfolgs­quo­te bei IVF ohne Hor­mo­ne?

Die Erfolgs­quo­te einer IVF Natu­rel­le ist pro Zyklus nied­ri­ger als bei einer klas­sisch sti­mu­lier­ten IVF, da in der Regel nur eine Eizel­le zur Ver­fü­gung steht. Ent­schei­dend für die Schwan­ger­schafts­ra­te sind vor allem das Alter der Frau, die Eizell­re­ser­ve und die Sper­mi­en­qua­li­tät.

Bei Frau­en über 40 ist die Erfolgs­wahr­schein­lich­keit zusätz­lich durch die alters­be­dingt abneh­men­de Eizell­qua­li­tät redu­ziert und liegt pro Zyklus meist im nied­ri­gen Bereich. Durch die Mög­lich­keit, meh­re­re natür­li­che Zyklen zu nut­zen, kann sich die kumu­la­ti­ve Erfolgs­chan­ce den­noch erhö­hen.

Wel­che IVF-Vari­an­te ist für mich geeig­net?

Ob eine IVF Natu­rel­le, eine Mini-IVF oder eine klas­si­sche IVF sinn­voll ist, hängt von Ihrer Eizell­re­ser­ve, Ihrem Alter, Ihrer hor­mo­nel­len Situa­ti­on und der Sper­mi­en­qua­li­tät ab. Auch Vor­er­fah­run­gen mit frü­he­ren Behand­lun­gen spie­len eine Rol­le. Die Ent­schei­dung erfolgt nach aus­führ­li­cher Dia­gnos­tik und indi­vi­du­el­ler ärzt­li­cher Bera­tung.

Kann ich meh­re­re Natu­ral-Cycle-Zyklen hin­ter­ein­an­der durch­füh­ren?

Ja, da bei der IVF Natu­rel­le kei­ne hor­mo­nel­le Sti­mu­la­ti­on erfolgt und die kör­per­li­che Belas­tung gering ist, kön­nen meh­re­re Zyklen in Fol­ge durch­ge­führt wer­den. Jeder natür­li­che Zyklus kann grund­sätz­lich genutzt wer­den. Die indi­vi­du­el­le Pla­nung erfolgt in enger Abstim­mung mit Ihrer behan­deln­den Ärz­tin.

Ist die Punk­ti­on schmerz­haft?

Die Punk­ti­on bei einer IVF Natu­rel­le ist ein kur­zer, scho­nen­der Ein­griff, da meist nur ein Fol­li­kel ent­nom­men wird. Sie kann häu­fig ohne Nar­ko­se durch­ge­führt wer­den und dau­ert nur weni­ge Minu­ten. Das Schmerz­emp­fin­den ist indi­vi­du­ell, wird jedoch in der Regel als gut tole­rier­bar beschrie­ben.

Wie vie­le Eizel­len wer­den bei einer IVF Natu­rel­le gewon­nen?

In der Regel wird bei einer IVF Natu­rel­le eine ein­zi­ge Eizel­le gewon­nen, da der natür­li­che Zyklus genutzt wird. In man­chen Fäl­len kann es vor­kom­men, dass kei­ne Eizel­le ent­nom­men wer­den kann – etwa bei einem vor­zei­ti­gen Eisprung. Der Vor­teil liegt dar­in, dass häu­fig die bio­lo­gisch domi­nan­tes­te und qua­li­ta­tiv bes­te Eizel­le her­an­reift.

Was kos­tet eine IVF Natu­rel­le?

Die IVF Natu­rel­le ist deut­lich kos­ten­güns­ti­ger als eine klas­si­sche IVF mit hoher hor­mo­nel­ler Sti­mu­la­ti­on. Die genau­en Kos­ten hän­gen unter ande­rem davon ab, ob eine IVF oder ICSI durch­ge­führt wird und wel­che dia­gnos­ti­schen Leis­tun­gen not­wen­dig sind. Ins­ge­samt ent­fal­len vie­le Medi­ka­men­ten­kos­ten, wodurch sich der finan­zi­el­le Auf­wand redu­ziert. Eine indi­vi­du­el­le Kos­ten­über­sicht erhal­ten Sie vor Behand­lungs­be­ginn im per­sön­li­chen Gespräch.