Warum es zu einer Fehlgeburt kommen kann
Eine Fehlgeburt bezeichnet den spontanen Verlust einer Schwangerschaft vor der 24. Woche. Viele Fehlgeburten entstehen durch Störungen der frühen Embryonalentwicklung und bleiben ein einmaliges Ereignis. In diesen Fällen ist eine weiterführende Diagnostik häufig noch nicht notwendig, da viele Frauen anschließend erneut problemlos schwanger werden.
Treten Fehlgeburten wiederholt auf, kann eine gezielte Abklärung sinnvoll sein. Mögliche Ursachen reichen von genetischen Veränderungen über hormonelle oder anatomische Faktoren bis hin zu Störungen der Blutgerinnung oder immunologischen Einflüssen. Ziel der Diagnostik ist es, mögliche Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und die weitere Familienplanung individuell zu begleiten.
Je nach individueller Situation können bei wiederholten Fehlgeburten auch spezialisierte Untersuchungen aus dem Bereich der Immunologie sinnvoll sein. Diese können zusätzliche Hinweise auf mögliche Ursachen liefern, insbesondere wenn bislang keine eindeutige Erklärung gefunden wurde. In einem vertraulichen Gespräch beraten wir betroffene Frauen, Paare und Sterneneltern individuell dazu, welche diagnostischen Schritte medizinisch sinnvoll sein können.
Für wen sich eine immunologische Diagnostik eignet


Experteneinschätzung bei wiederholten Fehlgeburten
Wiederholte Fehlgeburten können unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen hormonelle Störungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Gelbkörperschwäche, Eizellreifungsstörungen oder das PCO-Syndrom ebenso wie genetische Veränderungen, anatomische Auffälligkeiten der Gebärmutter, Gerinnungsstörungen oder immunologische Faktoren. Nicht immer lässt sich eine eindeutige Ursache feststellen, moderne diagnostische Verfahren ermöglichen heute jedoch häufig eine gezielte Abklärung und individuelle Beratung.
Da wiederholte Fehlgeburten oft durch mehrere Faktoren beeinflusst werden, ist eine erfahrene medizinische Beurteilung besonders wichtig. Auch nach mehreren Fehlgeburten besteht in vielen Fällen weiterhin die Möglichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft.
Diagnostische Verfahren im Überblick
Die Diagnostik dient dazu, mögliche Ursachen wiederholter Fehlgeburten gezielt abzuklären und individuelle Behandlungsansätze zu prüfen. In vielen Fällen lassen sich mögliche Ursachen gezielt eingrenzen.
Fehlbildungen der Gebärmutter finden sich bei rund 20 Prozent der Frauen mit wiederholten Fehlgeburten. Mithilfe einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) können wir Veränderungen der Gebärmutterhöhle erkennen und – wenn möglich – direkt während derselben Untersuchung behandeln.
Auch feine Trennwände (Septen), Myome oder Verwachsungen lassen sich mittels Hysteroskopie oder Ultraschall erkennen und hinsichtlich ihres möglichen Einflusses auf die Schwangerschaft beurteilen. Ergänzend nutzen wir einen hochauflösenden 3‑D-Ultraschall, der eine besonders präzise Darstellung der anatomischen Strukturen ermöglicht.
Bestimmte Gerinnungsstörungen können die Durchblutung der Plazenta beeinträchtigen und dadurch das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Dazu zählt beispielsweise die Faktor-V-Leiden-Mutation – eine meist angeborene Veränderung der Blutgerinnung, die zu kleinen Gefäßverschlüssen in der Plazenta führen kann. Dadurch können Einnistung und Versorgung des Embryos beeinträchtigt werden. Mithilfe spezieller Blutuntersuchungen prüfen wir, ob eine Thrombophilie oder andere Gerinnungsstörung vorliegt.
Genetische Veränderungen zählen zu den häufigsten Ursachen früher Fehlgeburten. Häufig handelt es sich dabei um zufällige Veränderungen der Chromosomenzahl oder ‑struktur des Embryos, deren Risiko mit zunehmendem Alter der Frau steigt.
In einigen Fällen können jedoch auch genetische Veränderungen bei den Eltern eine Rolle spielen – selbst dann, wenn beide gesund sind. Zur weiteren Abklärung kann daher eine Chromosomenanalyse beider Eltern sinnvoll sein. Zusätzlich können genetische Untersuchungen des Schwangerschaftsgewebes Hinweise auf mögliche Ursachen liefern. Wir arbeiten hierfür mit spezialisierten humangenetischen Instituten zusammen.
Auch die Spermienqualität des Mannes kann bei wiederholten Fehlgeburten eine Rolle spielen. Spezielle Untersuchungen wie ein DNA-Fragmentationstest können mögliche Schäden des Erbguts der Spermien sichtbar machen.
Das Immunsystem spielt eine wichtige Rolle bei der Einnistung und dem Erhalt einer Schwangerschaft. In einigen Fällen können immunologische Faktoren dazu beitragen, dass eine Schwangerschaft erschwert wird oder wiederholt Fehlgeburten auftreten.
Zu den möglichen Ursachen zählen bestimmte Autoimmunerkrankungen, Veränderungen der Immunantwort oder das sogenannte Antiphospholipid-Syndrom – eine Erkrankung, bei der bestimmte Antikörper die Schwangerschaft beeinträchtigen können. Mithilfe spezieller Blutuntersuchungen prüfen wir, ob immunologische Faktoren bei wiederholten Fehlgeburten oder unerfülltem Kinderwunsch eine Rolle spielen könnten. Die Analyse erfolgt in Zusammenarbeit mit spezialisierten Laboren, anschließend besprechen wir die Ergebnisse ausführlich mit Ihnen.
Hormone spielen eine zentrale Rolle beim Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und bei der Stabilisierung der frühen Schwangerschaft. Besonders Progesteron ist wichtig, damit sich der Embryo einnisten und die Schwangerschaft stabil entwickeln kann. Bei Verdacht auf eine Gelbkörperschwäche oder andere hormonelle Störungen kann daher eine gezielte hormonelle Abklärung sinnvoll sein.
Auch Schilddrüsenfunktionsstörungen, Eizellreifungsstörungen oder das PCO-Syndrom können das Risiko wiederholter Fehlgeburten erhöhen. Mithilfe spezieller Hormonuntersuchungen prüfen wir, ob hormonelle Faktoren bei unerfülltem Kinderwunsch oder Fehlgeburten eine Rolle spielen könnten.
Hilfe nach einer Fehlgeburt: Der Weg zur individuellen Abklärung
Mit moderner Diagnostik und langjähriger Erfahrung unterstützen wir Sie bei der Abklärung wiederholter Fehlgeburten.
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Erstgespräch
Zu Beginn führen wir ein ausführliches Gespräch, um Ihre medizinische Vorgeschichte, frühere Schwangerschaften und mögliche Risikofaktoren gemeinsam einzuordnen.
Termin vereinbaren -
Blutdiagnostik
Im nächsten Schritt werden wichtige Laboruntersuchungen durchgeführt. Wir prüfen Hormone, immunologische Parameter und Gerinnungsfaktoren, um mögliche Störungen zu erkennen.
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Körperliche Untersuchung (falls erforderlich)
Bei Bedarf führen wir einen Ultraschall oder eine Gebärmutterspiegelung durch, um mögliche anatomische Veränderungen der Gebärmutter genauer zu beurteilen.
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Genetische Untersuchungen (falls erforderlich)
Bei Bedarf untersuchen wir Schwangerschaftsgewebe nach der Fehlgeburt oder führen eine Chromosomenanalyse beider Partner durch, um mögliche genetische Ursachen abzuklären.
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Zusammenführung der Befunde
Alle Ergebnisse werden sorgfältig ausgewertet, um ein umfassendes Bild der möglichen Ursachen zu erhalten.
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Individuelle Empfehlung
Auf Grundlage der Befunde besprechen wir gemeinsam, welche weiteren diagnostischen oder therapeutischen Schritte in Ihrer individuellen Situation sinnvoll sein können.
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Termin vereinbaren -
Fertilization (IVF/ICSI)
Lab step; We update you.
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Egg retrieval (short outpatient)
You rest; We collect oocytes.
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Stimulation & monitoring (10–12 days)
We tailor meds; You attend scans.
Tender Loving Care: Raum für Trauer, Zeit für neue Perspektiven
Eine Fehlgeburt kann emotional sehr belastend sein und viele Fragen offenlassen. Deshalb nehmen wir uns Zeit für eine einfühlsame und individuelle Begleitung – mit Raum für Ihre Sorgen, Ihre Trauer und Ihre weiteren Wünsche im Umgang mit dem Kinderwunsch.
Neben der medizinischen Abklärung stehen für uns auch Vertrauen, Ruhe und eine persönliche Betreuung im Mittelpunkt. Gemeinsam besprechen wir, welche weiteren Schritte in Ihrer individuellen Situation sinnvoll sein können.
Hilfe nach einer Fehlgeburt in München: Wir sind für Sterneneltern da!
Mit viel Erfahrung unterstützen wir Frauen, Paare und Sterneneltern dabei, mögliche Ursachen besser zu verstehen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Beratungstermin vereinbaren-
Moderne Behandlung
Wir arbeiten mit modernen diagnostischen und therapeutischen Verfahren und verfügen über besondere Erfahrung in der Abklärung wiederholter Fehlgeburten – insbesondere im Bereich der immunologischen Diagnostik.
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Psychologische Unterstützung
Auf Wunsch unterstützen wir Sie auch bei der psychologischen Verarbeitung der Fehlgeburten und vermitteln begleitende Gespräche oder psychologische Beratung.
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Persönliche Atmosphäre
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und begleiten Sie in einer ruhigen und vertrauensvollen Atmosphäre – ohne Hektik und mit persönlicher Betreuung.
Das sagen unsere Patient:innen
Immunologie & Co.: Kosten der Kinderwunsch-Diagnostik
Die Kosten für die Diagnostik nach einer Fehlgeburt hängen davon ab, welche Untersuchungen durchgeführt werden. Bitte beachten Sie, dass wir nur mit privaten Versicherungen abrechnen können. Sie übernehmen oft die Kosten von Standarduntersuchungen, spezielle Diagnostik gilt häufig als Selbstzahlerleistung.
Die Abrechnung erfolgt in der Regel nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Da es sich häufig um eine individuelle diagnostische Leistung handelt, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten häufig nicht oder nur teilweise. Gerne informieren wir Sie vorab transparent über die zu erwartenden Kosten.
Häufige Fragen nach einer Fehlgeburt
Wann kann man nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden?
Viele Frauen können bereits wenige Wochen nach einer Fehlgeburt erneut schwanger werden. Wann der richtige Zeitpunkt ist, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab – etwa vom körperlichen Heilungsverlauf, dem Alter oder möglichen Grunderkrankungen. Nach einer Ausschabung wird häufig empfohlen, zunächst eine Regelblutung abzuwarten.
Nach wiederholten Fehlgeburten oder bei bestehendem Kinderwunsch kann eine gezielte Diagnostik sinnvoll sein, um mögliche Ursachen besser einzuordnen. Tritt erneut eine Schwangerschaft ein, begleiten wir viele Frauen insbesondere in den ersten Wochen engmaschig und mit regelmäßigen Kontrollen.
WAS LÖST EINE FEHLGEBURT AM HÄUFIGSTEN AUS?
Die häufigste Ursache früher Fehlgeburten sind genetische Veränderungen des Embryos. In vielen Fällen handelt es sich dabei um zufällige Veränderungen der Chromosomenzahl oder ‑struktur, die mit einer normalen Entwicklung nicht vereinbar sind. Die Schwangerschaft endet dann häufig sehr früh, oft noch bevor eine Frau überhaupt bemerkt, dass sie schwanger ist.
Daneben können auch hormonelle, anatomische, immunologische oder gerinnungsbedingte Faktoren eine Rolle spielen – insbesondere bei wiederholten Fehlgeburten.
Wie fühlt sich eine Fehlgeburt an? Wie merkt man eine Fehlgeburt?
Eine Fehlgeburt kann sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Häufig treten Blutungen, krampfartige Schmerzen im Unterleib oder Rückenschmerzen auf. Auch ein plötzliches Nachlassen von Schwangerschaftssymptomen wie Übelkeit oder Brustspannen kann ein Hinweis sein.
Nicht jede Fehlgeburt verursacht jedoch Beschwerden. Bei einer sogenannten verhaltenen Fehlgeburt bleibt die Schwangerschaft zunächst bestehen, obwohl sich der Embryo nicht weiterentwickelt. Die Diagnose erfolgt dann häufig erst im Ultraschall.
Wie sieht das Blut bei einer Fehlgeburt aus?
Bei einer Fehlgeburt kann die Blutung sehr unterschiedlich aussehen, je nach Schwangerschaftsstadium und Ursache:
- Farbe: Das Blut ist meist hell- bis dunkelrot, kann aber auch bräunlich oder leicht schleimig sein.
- Konsistenz: Oft enthält es Blutgerinnsel oder Gewebereste, insbesondere bei fortgeschritteneren Fehlgeburten.
- Stärke: Die Blutung kann leicht wie eine normale Periode beginnen, manchmal aber auch stärker und krampfartig sein.
Wie lange die Blutung nach einer Fehlgeburt andauern kann, ist unterschiedlich – es kann sich um einige Tage bis über eine Woche handeln.