Was bedeutet sekundäre Unfruchtbarkeit?
Von einer sekundären Unfruchtbarkeit spricht man, wenn zu einem früheren Zeitpunkt bereits ein Kind geboren wurde, jedoch trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr über mindestens ein Jahr keine erneute Schwangerschaft eintritt. Viele Paare sind überrascht, wenn das zweite Kind auf sich warten lässt – insbesondere dann, wenn die erste Schwangerschaft problemlos eingetreten ist. Dennoch ist die sogenannte sekundäre Sterilität keine Seltenheit.
Typische Fragen und Unsicherheiten
- „Warum klappt es beim zweiten Kind nicht?“
- „Hat sich meine Fruchtbarkeit verändert?“
- „Spielt mein Alter inzwischen eine größere Rolle?“
- „Welche Ursachen kann eine sekundäre Unfruchtbarkeit haben?“

Häufige Gründe für eine sekundäre Sterilität
Zwischen der ersten Schwangerschaft und dem erneuten Kinderwunsch können sich verschiedene Faktoren verändert haben. Mit zunehmendem Alter nimmt die Fruchtbarkeit ab. Bereits ab Anfang 30 sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Zyklus von Jahr zu Jahr. Allein der zeitliche Abstand zur ersten Schwangerschaft kann daher eine Rolle spielen.
Auch Komplikationen rund um die erste Geburt können Einfluss haben. Dazu zählen Infektionen im Wochenbett, Plazentaprobleme, Ausschabungen oder Verwachsungen nach einem Kaiserschnitt.
Darüber hinaus können hormonelle Veränderungen, Schilddrüsenstörungen, Zyklusstörungen oder andere Erkrankungen neu auftreten und eine weitere Schwangerschaft erschweren. Auch Stress, Schlafmangel oder seltener Geschlechtsverkehr im fruchtbaren Zeitfenster können mitverantwortlich sein.
Termin vereinbarenChancen auf eine natürliche Schwangerschaft mit zunehmendem Alter
Bei Ihrem Beratungstermin besprechen wir Ihre individuelle Situation ausführlich und erläutern, welche Möglichkeiten in Ihrem Fall sinnvoll sein können.
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Quelle: Deutsche IVF-Register
Weitere mögliche Ursachen im Überblick
Auch wenn bereits eine Schwangerschaft eingetreten ist, können sich im Laufe der Zeit neue Faktoren entwickeln, die die Fruchtbarkeit beeinflussen. Die Ursachen der sekundären Sterilität entsprechen dabei häufig denen der primären Sterilität und können sowohl hormonelle als auch organische oder männliche Faktoren betreffen.
Hormonstörungen
Hormonelle Veränderungen nach Schwangerschaft und Geburt können den Zyklus beeinflussen und dazu führen, dass der Eisprung unregelmäßig stattfindet oder ausbleibt. Häufige Ursachen sind beispielsweise Schilddrüsenstörungen, erhöhte Prolaktinwerte oder Veränderungen der hormonellen Zyklusregulation. Dadurch kann eine Schwangerschaft erschwert werden.
Erkrankungen der Gebärmutter
Auch nach einer ersten Schwangerschaft können Veränderungen an der Gebärmutter entstehen, die eine erneute Schwangerschaft erschweren. Dazu zählen beispielsweise Verwachsungen nach Kaiserschnitt oder Ausschabungen, aber auch neu entstandene Myome, Polypen oder eine Endometriose. Sie können die Einnistung beeinträchtigen oder den natürlichen Zyklus beeinflussen.
Eingeschränkte Spermienqualität
Die Fruchtbarkeit des Partners kann sich im Laufe der Zeit verändern. Eine verminderte Anzahl oder Beweglichkeit der Spermien kann die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung verringern. Ursachen können hormonelle Veränderungen, Entzündungen, Rauchen, Stress oder andere Lebensstilfaktoren sein.
Diagnostik bei sekundärer Sterilität
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Erstgespräch und Anamnese
Im persönlichen Gespräch erfassen wir Ihre medizinische Vorgeschichte sowie den Verlauf der ersten Schwangerschaft. Dabei werden auch Zyklusveränderungen, aktuelle Beschwerden und der zeitliche Abstand zur ersten Schwangerschaft berücksichtigt.
Termin buchen -
Diagnostik
Je nach individueller Situation führen wir hormonelle Untersuchungen, Ultraschalluntersuchungen sowie bei Bedarf ein Spermiogramm des Partners durch.
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Individuelle Therapieplanung
Auf Basis der Ergebnisse entwickeln wir ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept. Dabei berücksichtigen wir Alter, mögliche Ursachen sowie die Frage, welche Behandlung sich gut in Ihren Alltag und Ihr Familienleben integrieren lässt.
Ihre Betreuung bei sekundärer Sterilität
Wir begleiten Sie persönlich, empathisch und medizinisch fundiert.
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Realistische Einschätzung
Wir besprechen offen Ihre individuellen Chancen und und entwickeln gemeinsam ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept.
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Verlässliche Begleitung
Von der Diagnostik bis zur Behandlung werden Sie kontinuierlich von derselben Ärztin begleitet.
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Präzise Diagnostik
Eigenes Hormonlabor und spezialisierte Untersuchungen ermöglichen kurze Wege und eine zeitnahe Einschätzung Ihrer individuellen Situation.
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Ruhe & Privatsphäre
In unserem Münchner Privatzentrum haben Sie Raum für Fragen, Entscheidungen und persönliche Gespräche.
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Individuelle Therapieentscheidung
Wir empfehlen weiterführende Maßnahmen wie IVF oder ICSI nur dann, wenn sie medizinisch sinnvoll sind.
Das sagen unsere Patient:innen
Häufige Fragen bei sekundärer Sterilität
Was bedeutet sekundäre Sterilität?
Von einer sekundären Sterilität spricht man, wenn bereits ein Kind geboren wurde, jedoch trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr über mindestens 12 Monate keine erneute Schwangerschaft eintritt. Die Fruchtbarkeit war also zuvor vorhanden, hat sich jedoch im Laufe der Zeit verändert.
Wie häufig kommt sekundäre Sterilität vor?
Sekundäre Sterilität ist keine Seltenheit. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit hormoneller Veränderungen, neuer gynäkologischer Befunde oder einer veränderten Spermienqualität, die eine erneute Schwangerschaft erschweren können.
Warum wird das erneute Schwangerwerden manchmal schwieriger?
Zwischen der ersten und der gewünschten zweiten Schwangerschaft können sich verschiedene Faktoren verändert haben – etwa die Eizellreserve, der Zyklus oder die Spermienqualität. Auch Komplikationen bei der ersten Geburt oder ein höheres Alter können eine Rolle spielen.
Welche Ursachen hat sekundäre Unfruchtbarkeit bei Männern?
Auch beim Partner kann sich die Fruchtbarkeit im Laufe der Zeit verändern. Mögliche Ursachen sind eine verminderte Spermienqualität, hormonelle Störungen, Entzündungen oder Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder Stress. Ein Spermiogramm gibt hier wichtige Hinweise.
Kommt sekundäre Sterilität nach einem Kaiserschnitt vor?
Nach einem Kaiserschnitt können Verwachsungen oder Narbenbildungen die Einnistung erschweren. Eine gezielte Ultraschalluntersuchung hilft, mögliche Veränderungen der Gebärmutter zu erkennen.
Wie lange gilt man als sekundär unfruchtbar?
Medizinisch spricht man von sekundärer Unfruchtbarkeit, wenn nach einem Jahr regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eintritt. Ab dem 35. Lebensjahr wird eine Abklärung bereits nach sechs Monaten empfohlen.
Was kann man gegen sekundäre Sterilität tun?
Der erste Schritt ist eine strukturierte Diagnostik, um die Ursache zu klären. Je nach Befund kommen hormonelle Unterstützung, Insemination oder IVF/ICSI infrage. Die Behandlung richtet sich immer nach der individuellen Situation.
Zählt eine Fehlgeburt als sekundäre Unfruchtbarkeit?
Eine Fehlgeburt allein bedeutet nicht automatisch eine sekundäre Unfruchtbarkeit. Entscheidend ist, ob nach mindestens zwölf Monaten erneuten Kinderwunsches keine Schwangerschaft eintritt.
Kann man trotz sekundärer Sterilität noch natürlich schwanger werden?
Ja, auch bei sekundärer Sterilität kann eine natürliche Schwangerschaft weiterhin möglich sein. Entscheidend sind unter anderem Alter, Zyklus, Eizellreserve sowie mögliche Veränderungen seit der ersten Schwangerschaft. Häufig lässt sich durch eine gezielte Diagnostik klären, welche Faktoren eine Rolle spielen und welche Behandlung sinnvoll sein kann.
Kann sich die Fruchtbarkeit des Partners verändern?
Ja, auch die Fruchtbarkeit des Partners kann sich im Laufe der Zeit verändern. Eine verminderte Anzahl oder Beweglichkeit der Spermien bleibt häufig unbemerkt, kann aber die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beeinflussen. Deshalb gehört ein Spermiogramm oft zur Diagnostik bei sekundärer Sterilität.
Ab wann spricht man von sekundärer Sterilität?
Von sekundärer Sterilität spricht man, wenn trotz regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr über mindestens ein Jahr keine erneute Schwangerschaft eintritt, obwohl bereits zuvor ein Kind geboren wurde. Ab dem 35. Lebensjahr wird häufig empfohlen, die Abklärung bereits früher zu beginnen.