Rund fünf bis zehn Pro­zent der Frau­en haben einen ver­mehr­ten Haar­wuchs im Gesicht, an den Armen, Bei­nen und am Bauch. Ein typi­sches Anzei­chen ist auch ein Damen­bart. Wir erklä­ren Ihnen ger­ne, wel­che Ursa­chen dahin­ter ste­cken kön­nen und wel­che Behand­lun­gen wir in unse­rem Münch­ner Pri­vat­zen­trum durch­füh­ren, um den stö­ren­den ver­mehr­ten Haar­wuchs los­zu­wer­den. Unser Ziel ist, dass Sie sich wie­der woh­ler in Ihrer Haut füh­len.

Was ist Hir­su­tis­mus?

Hir­su­tis­mus bezeich­net einen ver­mehr­ten, oft als stö­rend emp­fun­de­nen Haar­wuchs bei Frau­en – typi­scher­wei­se an Kör­per­stel­len, an denen Haa­re eher „männ­lich“ ver­teilt auf­tre­ten kön­nen (z. B. Gesicht). Häu­fig steckt eine Hor­mon­stö­rung bzw. Hor­mon­er­kran­kung dahin­ter.

Wel­che Sym­pto­me kön­nen neben der ver­mehr­ten Behaa­rung auf­tre­ten?

Die ver­mehr­te Behaa­rung kann unter­schied­lich stark aus­ge­prägt sein. Die Behaa­rung kann an Kinn, Ober­lip­pe, Hals, Rücken, Brust oder an ande­ren Stel­len auf­tre­ten. Mal han­delt es sich nur um eine gerin­ge Zunah­me der Behaa­rung, manch­mal um eine deut­lich sicht­ba­re Kör­per­be­haa­rung, die für die Betrof­fe­nen oft zur Belas­tung wird. Der Über­gang zwi­schen einer nor­ma­len Kör­per­be­haa­rung und Hir­su­tis­mus ist flie­ßend. Manch­mal tre­ten auch Begleit­erschei­nun­gen auf, wie zum Bei­spiel fet­ti­ge und unrei­ne Haut, Zyklus­stö­run­gen oder ver­mehr­ter Aus­fall des Kopf­haa­res.

Wie wird Hir­su­tis­mus behan­delt?

Da sehr vie­le Hor­mo­ne für die ver­mehr­te Behaa­rung ver­ant­wort­lich sein kön­nen, ist eine genaue Dia­gnos­tik ent­schei­dend, um anschlie­ßend die rich­ti­ge Behand­lung aus­zu­wäh­len. In unse­rem haus­ei­ge­nen Hor­mon­la­bor prü­fen wir Ihren Hor­mon­spie­gel genau. Dabei kon­trol­lie­ren wir ver­schie­de­ne Hor­mo­ne der Eier­stö­cke, der Hirn­an­hangs­drü­se und der Neben­nie­re. Zudem kön­nen bestimm­te Sti­mu­la­ti­ons­tests durch­ge­führt wer­den, um die Hor­mon­funk­ti­on zu über­prü­fen.

War­um zum Kin­der­wunsch­zen­trum in Mün­chen?

  • Erfah­rung: Unse­re Fach­ärz­tin­nen für gynä­ko­lo­gi­sche Endo­kri­no­lo­gie sind wir auf hor­mo­nel­le Fra­ge­stel­lun­gen wie Hir­su­tis­mus spe­zia­li­siert.
  • Umfas­sen­de Beglei­tung: Wir dia­gnos­ti­zie­ren mit dem Hir­su­tis­mus in Ver­bin­dung ste­hen­de Ursa­chen und Pro­ble­me. Dafür neh­men wir uns Zeit. Unser haus­ei­ge­nes Hor­mon­la­bor sorgt für schnel­le Ergeb­nis­se.
  • Inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit: Falls Sie unter wei­te­ren Begleit­erschei­nun­gen lei­den, arbei­ten wir mit ande­ren Fach­ärz­ten zusam­men. Zum Bei­spiel, wenn Sie auch Akne oder das meta­bo­li­sche Syn­drom haben.
  • Sta­te-of-the-Art-Behand­lung: Wir ori­en­tie­ren uns an neu­es­ten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen.
  • Zen­tra­le Lage: Sie fin­den uns im Her­zen Mün­chens, ganz in der Nähe des Mari­en­plat­zes.
Ter­min ver­ein­ba­ren

Was kön­nen Ursa­chen für Hir­su­tis­mus sein?

Manch­mal kommt so ans Licht, dass die Betrof­fe­ne am oft spät erkann­ten PCO‑Syndrom (PCOS) lei­det. Tat­säch­lich ist PCOS die häu­figs­te Ursa­che für Hir­su­tis­mus. Bei die­ser Hor­mon­stö­rung sind zu vie­le männ­li­che Geschlechts­hor­mo­ne im Blut, die einen unre­gel­mä­ßi­gen Zyklus ver­ur­sa­chen, Akne aus­lö­sen, Über­ge­wicht för­dern und zu ver­mehr­ter Behaa­rung füh­ren kön­nen. Je nach­dem, wel­che Sym­pto­me über­wie­gen, suchen wir nach der pas­sen­den Behand­lung. Bei­spiels­wei­se kann eine anti­an­dro­ge­ne Anti‑Baby‑Pille wei­ter­hel­fen, denn sie führt zu einer Redu­zie­rung der männ­li­chen Hor­mo­ne. Mehr dazu erfah­ren Sie im Bereich „PCO‑Syndrom“. Die Behand­lung ist ein Schwer­punkt unse­rem Zen­trum.

Zu vie­le männ­li­che Sexu­al­hor­mo­ne kön­nen auch Anzei­chen eines adre­no­ge­ni­talen Syn­droms sein. Ob Sie dar­un­ter lei­den, stel­len wir durch Hor­mon­un­ter­su­chun­gen und im nächs­ten Schritt durch eine gene­ti­sche Unter­su­chung fest. Betrof­fe­ne Frau­en kön­nen je nach Aus­prä­gung neben ver­mehr­ter Behaa­rung auch Zyklus­stö­run­gen und Akne haben.

Wei­te­re mög­li­che Ursa­chen sind: gene­ti­sche Ver­an­la­gung (häu­fig bei Süd­län­de­rin­nen), Tumor in den Eier­stö­cken oder in der Neben­nie­re, gut­ar­ti­ger Tumor im Gehirn (Hypo­phy­sen­a­de­n­om) oder Doping. Ver­mehr­te Kör­per­be­haa­rung kann aber auch eine Neben­wir­kung von Medi­ka­men­ten sein. Um das ver­mehr­te Haar­wachs­tum zu stop­pen, prü­fen wir, wel­che Arz­nei­mit­tel Sie bereits ein­neh­men und ob Hir­su­tis­mus eine mög­li­che Neben­wir­kung sein könn­te.

Hir­su­tis­mus ist eine kom­ple­xe Erkran­kung mit vie­len mög­li­chen Ursa­chen und nicht immer leicht auf­klär­bar. Des­halb betrach­ten wir Sie mit einem ganz­heit­li­chen Blick, um Ihrer indi­vi­du­el­len Situa­ti­on gerecht zu wer­den. Bei Bedarf tes­ten wir ver­schie­de­ne Medi­ka­men­te, um den ver­mehr­ten Haar­wuchs bei Frau­en zu stop­pen. Wir wäh­len anhand von Beschwer­de­bild, Ursa­che, Lebens­si­tua­ti­on und Begleit­erkran­kun­gen die pas­sends­te The­ra­pie für Sie aus.

Häu­fi­ge Fra­gen zu Hir­su­tis­mus

Was löst Hir­su­tis­mus aus?

Hir­su­tis­mus ist häu­fig hor­mo­nell bedingt – oft durch ein Über­wie­gen männ­li­cher Sexu­al­hor­mo­ne (Andro­ge­ne) oder eine erhöh­te Emp­find­lich­keit der Haar­fol­li­kel dar­auf. Häu­fi­ge Ursa­chen sind z. B. PCOS/PCO‑Syndrom. Wei­te­re mög­li­che Ursa­chen (je nach Fall) sind adre­no­ge­ni­tales Syn­drom, sel­ten Tumo­ren (Eierstock/Nebenniere), Hypo­phy­sen­a­de­n­om, Doping oder Medi­ka­men­te als Neben­wir­kung. Ent­schei­dend ist eine geziel­te Dia­gnos­tik, um die Ursa­che sicher ein­zu­ord­nen.

Wie erkennt man Hir­su­tis­mus?

Typisch ist ein ver­mehr­ter Haar­wuchs an Stel­len wie Kinn/Oberlippe (Damen­bart), teils auch Hals, Brust, Rücken, Bauch. Die Aus­prä­gung kann stark vari­ie­ren; der Über­gang zwi­schen nor­ma­ler Behaa­rung und Hir­su­tis­mus ist flie­ßend. Hin­wei­se, dass eine hor­mo­nel­le Ursa­che mit­be­tei­ligt sein kann, sind z. B. Zyklus­stö­run­gen, Akne/fettige unrei­ne Haut, Über­ge­wicht oder ver­mehr­ter Aus­fall der Kopf­haa­re.

Wel­cher Arzt stellt Hir­su­tis­mus fest?

Je nach Ursa­che sind häu­fig Gynäkologie/Endokrinologie die rich­ti­gen Anlauf­stel­len, weil Hir­su­tis­mus oft mit einer Hor­mon­stö­rung zusam­men­hängt (z. B. PCOS). Wich­tig ist, dass nicht nur „die Haa­re“ behan­delt wer­den, son­dern auch die Ursa­che abge­klärt wird – idea­ler­wei­se mit Hor­mon­la­bor und ggf. Ultraschall/weiteren Tests.

Wel­ches Hor­mon fehlt bei Hir­su­tis­mus?

Meist geht es bei Hir­su­tis­mus nicht um ein feh­len­des Hor­mon, son­dern um zu vie­le Andro­ge­ne (männ­li­che Hor­mo­ne) oder eine ver­än­der­te Hor­mon­re­gu­la­ti­on. Wel­che Hor­mo­ne genau betei­ligt sind, kann unter­schied­lich sein – des­halb ist eine Hor­mon­ab­klä­rung wich­tig (u. a. Hor­mo­ne aus Eier­stö­cken, Hirn­an­hangs­drü­se und Neben­nie­re, ggf. Sti­mu­la­ti­ons­tests).

Hilft die Anti­ba­by­pil­le gegen Hir­su­tis­mus?

Bei hor­mo­nell beding­tem Hir­su­tis­mus (z. B. im Rah­men von PCOS) kann eine anti­an­dro­ge­ne Anti­ba­by­pil­le hel­fen, weil sie die Wir­kung bzw. Men­ge männ­li­cher Hor­mo­ne sen­ken kann. Wel­che Pil­le geeig­net ist, hängt von Beschwer­de­bild, Ursa­che, Lebens­si­tua­ti­on und Begleit­erkran­kun­gen ab und soll­te ärzt­lich indi­vi­du­ell ent­schie­den wer­den (inkl. Nut­zen-Risi­ko-Abwä­gung).

Kann Hir­su­tis­mus wie­der ver­schwin­den?

Das ist mög­lich – aber es hängt stark von der Ursa­che und der Behand­lung ab. Wenn eine hor­mo­nel­le Ursa­che erkannt und gezielt behan­delt wird (und ggf. aus­lö­sen­de Medi­ka­men­te ange­passt wer­den), kann sich der Haar­wuchs redu­zie­ren. Wich­tig: Haar­wachs­tum reagiert oft nicht sofort, son­dern über Wochen bis Mona­te, weil Haar­fol­li­kel Wachs­tums­zy­klen haben.