Das prä­men­struel­le Syn­drom (PMS) wird auch oft als „Tage vor den Tagen“ bezeich­net. Jede 4. Frau ist betrof­fen. Wenn Sie dazu gehö­ren, sind wir ger­ne für Sie da, damit Sie sich schnell wie­der woh­ler füh­len. Auf die­ser Sei­te erfah­ren Sie ers­te Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen über Sym­pto­me, Dia­gnos­tik und PMS-The­ra­pien.

Was ist PMS?

Das prä­men­struel­le Syn­drom (PMS) ist sehr häu­fig und kann eine gro­ße Viel­zahl von Beschwer­den ver­ur­sa­chen. Sym­pto­me wie Was­ser­ein­la­ge­run­gen, Depres­sio­nen, Schmer­zen, Reiz­bar­keit und vie­les mehr tre­ten in der 2. Zyklus­hälf­te auf und enden mit Beginn der Blu­tung. Die genau­en Ursa­chen sind immer noch nicht ganz geklärt. PMS ist eine mul­ti­fak­to­ri­ell beding­te Stö­rung, das heißt die Beschwer­den wer­den durch meh­re­re ver­schie­de­ne Fak­to­ren aus­ge­löst, die in der Psy­che, im Ner­ven- und im Hor­mon­sys­tem zu fin­den sind.

Was kann ich selbst gegen PMS-Beschwer­den tun?

Frau mit Unterleitsschmerzen aufgrund einer Eileiterschwangerschaft

Bei leich­ten Beschwer­den kann es aus­rei­chen, Stress abzu­bau­en und sich Ruhe zu gön­nen, um die PMS-Sym­pto­me zu lin­dern. Machen Sie Sport, um Krämp­fe zu lin­dern, und erler­nen Sie bei Bedarf ein Ent­span­nungs­ver­fah­ren wie pro­gres­si­ve Mus­kel­ent­span­nung nach Jacob­sen. Der Ver­zicht auf Niko­tin, eine salz­ar­me Ernäh­rung und kein oder ver­rin­ger­ter Kaf­fee- und Alko­hol­kon­sum kön­nen eben­falls posi­ti­ve Effek­te erzie­len. Ach­ten Sie außer­dem dar­auf, genug Vit­amin B, Magne­si­um und Ome­ga-3-Fett­säu­ren zu sich zu neh­men. Die Nähr­stof­fe kön­nen sich posi­tiv auf Ihre Stim­mung aus­wir­ken. Bei Bedarf kön­nen Sie ger­ne unse­re Ernäh­rungs­be­ra­tung in Anspruch neh­men.

Manch­mal sind die Beschwer­den so stark, dass die Betrof­fe­nen ihren all­täg­li­chen Pflich­ten nicht mehr nach­kom­men kön­nen. Die Leis­tungs­fä­hig­keit ist dann ein­ge­schränkt. In die­sem Fall ste­hen wir Ihnen ger­ne mit wirk­sa­men Behand­lun­gen zur Sei­te.

Wie wird PMS behan­delt?

Den Beschwer­den, die Sie am meis­ten pla­gen, wid­men wir die größ­te Auf­merk­sam­keit. Sind Ihre Kopf- oder Bauch­schmer­zen sehr stark, behan­deln wir Sie zunächst mit Schmerz­mit­tel. Bei Was­ser­an­samm­lun­gen im Gewe­be hel­fen soge­nann­te Diure­ti­ka, die eine aus­schwem­men­de Wir­kung haben. Lei­den Sie unter extre­men Stim­mungs­schwan­kun­gen, kön­nen stim­mungs­auf­hel­len­de Mit­tel zum Ein­satz kom­men.

Ein gebräuch­li­ches Mit­tel gegen PMS sind auch hor­mo­nel­le Ver­hü­tungs­mit­tel. Im per­sön­li­chen Gespräch klä­ren wir, ob und wenn ja wel­ches für Sie infra­ge kommt. So haben Sie weni­ger Beschwer­den, kön­nen wie­der mehr unter­neh­men und füh­len sich ins­ge­samt woh­ler.

Bei leich­ten Sym­pto­men nut­zen wir auch ger­ne pflanz­li­che PMS-Behand­lun­gen, zum Bei­spiel mit Mönchs­pfef­fer oder Johan­nis­kraut. Zwar gibt es nur weni­ge Stu­di­en über deren Wir­kung bei PMS, aber vie­le Frau­en berich­ten von posi­ti­ven Erfah­run­gen. Auf Wunsch erhal­ten Sie auch eine Aku­punk­tur gegen PMS. Vie­le Pati­en­tin­nen spre­chen gut dar­auf an. Die Beschwer­den las­sen im Ver­lauf nach oder ver­schwin­den ganz. Die fei­nen Nadeln sol­len Kör­per und Geist ins Gleich­ge­wicht brin­gen, das Ner­ven­sys­tem regu­lie­ren und den Hor­mon­haus­halt akti­vie­ren.

Lei­de ich unter PMS?

Typi­sche Sym­pto­me in der 2. Zyklus­hälf­te sind:

  • Gewichts­zu­nah­me
  • Müdig­keit
  • Stim­mungs­schwan­kun­gen, Gereizt­heit und Aggres­si­vi­tät
  • Ver­mehr­te Was­ser­ein­la­ge­run­gen
  • Kopf‑, Rücken- oder Unter­bauch­schmer­zen

Ers­te Hin­wei­se, ob Sie wirk­lich unter dem prä­men­struel­len Syn­drom lei­den oder die eher unspe­zi­fi­schen Beschwer­den ande­re Ursa­chen haben, zeigt ein PMS-Tage­buch. Hier notie­ren Sie, wann die oben genann­ten Sym­pto­me auf­tre­ten. PMS-Beschwer­den stel­len sich nur in der 2. Zyklus­hälf­te ein. Fal­len Ihre Beschwer­den immer in die­sem Zeit­raum, könn­te es sich tat­säch­lich um ein prä­men­struel­les Syn­drom han­deln. Brin­gen Sie das Tage­buch am bes­ten in unser Pri­vat­zen­trum mit. Natür­lich kön­nen Sie auch ohne zum Bera­tungs­ge­spräch kom­men.

Häu­fig wird PMS spät erkannt. Wir spre­chen mit Ihnen über Ihre Beschwer­den und unter­su­chen Sie. Bei Bedarf füh­ren wir eine Blut- und Hor­mon­ana­ly­se durch. So fin­den wir her­aus, ob Sie unter dem prä­men­struel­len Syn­drom oder viel­leicht unter der prä­men­struel­len dys­pho­ri­schen Stö­rung lei­den (PMDS), die vom PMS abge­grenzt wer­den muss.

Ter­min ver­ein­ba­ren

Häu­fi­ge Fra­gen zu PMS

Wel­ches Hor­mon fehlt bei PMS?

PMS (Prä­men­struel­les Syn­drom) wird oft mit einem Ungleich­ge­wicht von Hor­mo­nen wie Pro­ges­te­ron und Östro­gen in Ver­bin­dung gebracht. Wenn Pro­ges­te­ron im Ver­hält­nis zu Östro­gen zu nied­rig ist, kann dies vie­le typi­sche Sym­pto­me wie Stim­mungs­schwan­kun­gen oder Was­ser­ein­la­ge­run­gen ver­stär­ken.

Wann sind PMS-Sym­pto­me am schlimms­ten?

Die Sym­pto­me von PMS sind meist in der Zeit kurz vor der Peri­ode am stärks­ten, ins­be­son­de­re in den letz­ten zwei bis drei Tagen des Zyklus. Dies hängt mit dem star­ken Abfall der Hor­mon­spie­gel von Pro­ges­te­ron und Östro­gen zusam­men.

Wel­che Vit­ami­ne feh­len bei PMS?

Ein Man­gel an Vit­amin B6, Magne­si­um und Kal­zi­um wird häu­fig mit PMS-Sym­pto­men wie Müdig­keit, Reiz­bar­keit und Krämp­fen in Ver­bin­dung gebracht. Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung oder Nah­rungs­er­gän­zung kann hel­fen, die­se Beschwer­den zu lin­dern.

Was hilft sofort bei PMS?

Um aku­te PMS-Sym­pto­me zu lin­dern, kön­nen Schmerz­mit­tel bei Krämp­fen, Wär­me (wie Wärm­fla­schen) und Ent­span­nungs­übun­gen hilf­reich sein. Pflanz­li­che Mit­tel wie Mönchs­pfef­fer oder Magne­si­um kön­nen eben­falls unter­stüt­zend wir­ken.

Kann PMS mit Schwan­ger­schaft ver­wech­selt wer­den?

Ja, vie­le Sym­pto­me wie Brust­span­nen, Müdig­keit und Stim­mungs­schwan­kun­gen kön­nen sowohl bei PMS als auch in der Früh­schwan­ger­schaft auf­tre­ten. Ein Schwan­ger­schafts­test ist die ein­zi­ge Mög­lich­keit, hier sicher zu unter­schei­den.

Kann PMS im Alter schlim­mer wer­den?

Mit zuneh­men­dem Alter, ins­be­son­de­re in den Jah­ren vor der Meno­pau­se, kön­nen PMS-Sym­pto­me stär­ker oder häu­fi­ger auf­tre­ten. Dies liegt dar­an, dass die Hor­mon­schwan­kun­gen im Zyklus inten­si­ver wer­den.